Ausbildungsprämie der Bundesregierung

Ausbildungsprämie der Bundesregierung
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Mit dem Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” sollen Ausbildungsbetriebe unterstützt werden, das Ausbildungsplatzangebot aufrecht zu erhalten. Im Einzelnen sollen dazu Ausbildungskapazitäten erhalten und ausgebaut, Kurzarbeit für Auszubildende vermieden, die Auftrags- und Verbundausbildung gefördert und Anreize zur Übernahme im Falle einer Insolvenz geschaffen werden.

Aktuelle Informationen

Die Bundesregierung erleichtert die Fördervoraussetzungen für die Ausbildungsprämien; zudem werden Übernahmeprämien und Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung bis Mitte 2021 verlängert. Die Änderungen sind am 11. Dezember in Kraft getreten. Interessenten können die Förderung – auch rückwirkend zu den verbesserten Konditionen – bei den Agenturen für Arbeit beantragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat die neue Förderrichtlinie des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" zur Förderung einer vorübergehenden Auftrags- und Verbundausbildung veröffentlicht.  Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) oder Ausbildungsdienstleister, wie beispielsweise überbetriebliche Berufsbildungsstätten, ist es seit Anfang November 2020 möglich, eine Prämie in Höhe von 4.000 Euro für Auftrags- oder Verbundausbildungen zu beantragen.

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Das Hilfsprogramm für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) umfasst insgesamt 500 Millionen Euro. Die Ausbildungsprämie soll dabei helfen, Ausbildungsplätze zu sichern, die durch die Corona-Pandemie bedroht sind.
Folgende Maßnahmen sollen gefördert werden:

1. Ausbildungsprämie (Ausbildungsangebot fortführen)

Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten, werden mit einer Ausbildungsprämie gefördert. Sie erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 2.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit).

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, Fristen und Dauer dieser Maßnahme erhalten Sie hier.

2. Ausbildungsprämie Plus (Ausbildungsangebot erhöhen)

Ausbildende KMU, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, erhalten für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag einmalig 3.000 Euro (nach Abschluss der Probezeit).

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, Fristen und Dauer dieser Maßnahme erhalten Sie hier.

3. Vermeidung von Kurzarbeit

KMU, die trotz erheblichen Arbeitsausfalls (mindestens 50 Prozent) ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, werden mit 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat gefördert, in dem dies der Fall ist. Der Zuschuss zur Ausbildungsvergütung kann für die Monate August bis Juni 2021 beantragt werden.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, Fristen und Dauer dieser Maßnahme erhalten Sie hier.

4. Auftrags- und Verbundausbildung

Wenn KMU die Ausbildung temporär nicht fortsetzen können, können andere KMU, Überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister zeitlich befristet die Ausbildung übernehmen und dafür Förderung erhalten. Dies gilt, wenn der Geschäftsbetrieb des ursprünglich ausbildenden KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen betroffen ist, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern. Seit Anfang November 2020 ist es möglich, eine Prämie in Höhe von 4.000 Euro für Auftrags- oder Verbundausbildungen zu beantragen.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, Fristen und Dauer dieser Maßnahme erhalten Sie hier.

5. Übernahmeprämie

Ausbildungsbetriebe, die Auszubildende aus Corona-bedingt insolventen Betrieben bis zum Abschluss ihrer Ausbildung übernehmen, erhalten je Auszubildenden eine Prämie von 3.000 Euro. Dies gilt seit Mitte Dezember unabhängig von der Betriebsgröße.

Weitere Informationen zu den Voraussetzungen, Fristen und Dauer dieser Maßnahme erhalten Sie hier.

Wo kann man einen Antrag stellen?

Die Antragsbearbeitung, Beratung und Bewilligung der Zuwendungen erfolgt durch die zuständige Agentur für Arbeit.

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