Insolvenzhilfe in der Corona-Krise

Insolvenzhilfe in der Corona-Krise
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Pflicht zum Insolvenzantrag weiter ausgesetzt - IHK berät betroffene Unternehmen

Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Insolvenzantragspflicht bis zum 30. April ausgesetzt. Dies ist durch die Ergänzung eines neuen Artikels 1 mit Änderungen des „COVID-19-Insolvenzaussetzungsgesetzes (COVInsAG) zur Verlängerung der Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und zur Verlängerung des Anfechtungsschutzes für pandemiebedingte Stundungen“ möglich geworden.

Diese Verlängerung der Aussetzung der Antragspflicht soll Schuldnern zugutekommen, die einen Anspruch auf finanzielle Hilfe aus den aufgelegten Corona-Hilfeprogrammen haben und deren Auszahlung noch aussteht. Die betroffenen Unternehmen müssen hierzu unter anderem wegen der Corona-Krise staatliche Hilfen beantragt haben oder zumindest auf nachvollziehbare Art und Weise begründet haben, warum sie einen solchen Antrag nicht gestellt haben. Weitere Bedingungen: Der Antrag muss Aussicht auf Erfolg haben, bei Gewährung der staatlichen Hilfen muss der Insolvenzgrund wegfallen und auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie zurückzuführen sein. Die neue Regelung gilt rückwirkend zum 1. Februar.

Insolvenzhotline für Unternehmen

Die IHK hat in Zusammenarbeit mit der Schuldnerhilfe Köln gGmbH eine Insolvenzhotline eingerichtet. Die Schuldnerhilfe Köln gGmbH ist eine gemeinnützige Schuldnerberatungsstelle mit einem Beraterteam speziell für Kleinunternehmen und Selbstständige. IHK-Mitgliedsunternehmen erhalten eine kostenlose telefonische Erstberatung bei Fragen zur Insolvenz. Sollte danach ein umfassendes persönliches Beratungsgespräch, eine Sanierungs- und Abwicklungsberatung bzw. Hilfestellung beim Insolvenzantrag notwendig sein, berechnet die Schuldnerhilfe Köln gGmbH einen Kostenbeitrag von 95 Euro.

Die Insolvenzhotline ist unter der Telefonnummer 0800 6997998 kostenlos aus den deutschen Fest- und Mobilfunknetzen montags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Unternehmen können auch per E-Mail an mail@firmenkrise.de Kontakt zu den Beratern aufnehmen.