Neustarthilfe Plus

Neustarthilfe Plus
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Aktuelles

Bundesfinanz- und Bundeswirtschaftsministerium haben sich auf die Bedingungen für die bis Ende März 2022 verlängerten Corona-Wirtschaftshilfen geeinigt. Damit erhalten Unternehmen Sicherheit und Unterstützung, wenn sie weiterhin unter coronabedingten Einschränkungen leiden.

Für den Förderzeitraum 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 gilt die Neustarthilfe plus, für die aktuell Anträge bis zum 31. März 2022 gestellt werden können (siehe unten) und bei der auch eine entsprechende Auszahlung erfolgt.

Ab dem 1. Januar 2022 wird die Neustarthilfe plus als Neustarthilfe 2022 für den Förderzeitraum 1. Januar 2022 bis 31. März 2022 fortgeführt.

Informationen zur Neustarthilfe 2022 finden Sie hier.

Allgemeine Informationen

Mit der Neustarthilfe Plus werden Solo-Selbstständige, Kapitalgesellschaften und Genossenschaften unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum 1. Juli bis 31. Dezember 2021 corona-bedingt eingeschränkt war/ist. Antragsfrist ist der 31. März 2022.
Sie ergänzt die bestehenden Sicherungssysteme, wie zum Beispiel die Grundsicherung. Antragstellende, die die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III Plus nicht in Anspruch nehmen, können einmalig als Unterstützungsleistung (Neustarthilfe Plus) 50 Prozent des im Vergleichszeitraum erwirtschafteten Referenzumsatzes erhalten.

Die Neustarthilfe Plus wird in einem ersten Schritt als Vorschuss ausgezahlt, bis die tatsächlichen Umsätze im Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021 feststehen. Erst nach Ablauf des Förderzeitraums wird auf Basis des endgültig realisierten Umsatzes der Monate Juli bis Dezember 2021 die Höhe der Neustarthilfe Plus berechnet, auf den der Antragstellende Anspruch hat. Der Antragstellende darf die als Vorschuss gewährte Neustarthilfe Plus in voller Höhe behalten, wenn er Umsatzeinbußen von 60 Prozent oder mehr zu verzeichnen hat. Fallen die Umsatzeinbußen geringer aus, ist die Neustarthilfe Plus (anteilig) zurückzuzahlen. Sie ist somit als Liquiditätsvorschuss zu verstehen, der im Falle eines positiven Geschäftsverlaufs des Antragstellenden (anteilig) zurückgezahlt werden muss.

Grundsätzlich antragsberechtigt sind Solo-Selbstständige, Kapitalgesellschaften und Genossenschaften (im Folgenden zusammen mit den Solo-Selbstständigen: Antragstellende) aller Branchen, wenn sie:

  1. als Solo-Selbstständige ihre selbstständige Tätigkeit im Haupterwerb ausüben, das heißt, dass der überwiegende Teil der Summe ihrer Einkünfte (mind. 51 Prozent) aus einer gewerblichen (§ 15 EStG) und/oder freiberuflichen (§ 18 EStG) Tätigkeit stammt, oder
  2. als Ein-Personen-Kapitalgesellschaft den überwiegenden Teil der Summe der Einkünfte (mind. 51 Prozent) aus vergleichbaren Tätigkeiten erzielen und die/der Gesellschafterin 100 Prozent der Geschäftsanteile an der Ein-Personen-Kapitalgesellschaft hält und mindestens 20 Stunden pro Woche von dieser beschäftigt wird oder
  3. als Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft den überwiegenden Teil ihrer Einkünfte (mind. 51 Prozent) aus vergleichbaren Tätigkeiten erzielen und mindestens einer der Gesellschafter 25 Prozent oder mehr der Gesellschaftsanteile hält und mindestens 20 Stunden pro Woche von der Gesellschaft beschäftigt wird oder
  4. als Genossenschaft den überwiegenden Teil ihrer Einkünfte (mind. 51 Prozent) aus vergleichbaren Tätigkeiten erzielen und mindestens ein Mitglied mindestens 20 Stunden pro Woche von der Genossenschaft beschäftigt wird und die Genossenschaft insgesamt nicht mehr als zehn Angestellte (Vollzeit-Äquivalent, Mitglieder und Nicht-Mitglieder) beschäftigt, wobei Angestellte, die nicht Mitglieder sind, weniger als ein Vollzeit-Äquivalent ausmachen müssen,
  • weniger als eine/n Angestellte/n (Vollzeit-Äquivalent) beschäftigen, die oder der nicht Gesellschafter/in oder Mitglied des Antragstellenden ist,
  • bei einem deutschen Finanzamt für steuerliche Zwecke erfasst sind,
  • ihre selbstständige Geschäftstätigkeit vor dem 1. November 2020 aufgenommen haben beziehungsweise vor dem 1. November 2020 gegründet wurden und
  • keine Fixkostenerstattung in der Überbrückungshilfe III Plus beantragt oder erhalten haben und noch keine Neustarthilfe Plus beantragt oder erhalten haben

Das Programm hat die Laufzeit Juli bis Dezember 2021. Anträge können bis zum 31. März 2022 über die Plattform https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/ gestellt werden.