Neustarthilfe für Solo-Selbstständige

Neustarthilfe für Solo-Selbstständige
© studio v-zwoelf / Adobe Stock

Solo-Selbstständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III keine Fixkosten geltend machen, aber dennoch stark von der Corona-Krise betroffen sind, können einmalig eine Neustarthilfe von bis zu 7.500 Euro erhalten. Die Anträge können über ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Aktuelles:

Ab dem 30. März 2021 sind neben Solo-Selbstständigen und Kapitalgesellschaften mit einem Gesellschafter zusätzlich Kapitalgesellschaften mit mehr als einem Gesellschafterantragsberechtigt.

Voraussetzung ist, dass

1. mindestens ein Gesellschafter 25 Prozent oder mehr der Anteile an der Kapitalgesellschaft hält und mindestens 20 vertraglich vereinbarte Arbeitsstunden pro Woche von der Kapitalgesellschaft beschäftigt wird sowie

2. der oder die Gesellschafter den überwiegenden Teil (mind. 51 Prozent) seiner bzw. ihrer Einkünfte aus Tätigkeiten erzielen, die – wenn sie von einer natürlichen Person erzielt würden – zu gewerblichen oder freiberuflichen Einkünfte führen würden.

Wird die Neustarthilfe durch eine Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft beantragt, ist die Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft Antragstellerin. Die Neustarthilfe wird dann auch an die Gesellschaft und nicht an die Gesellschafter ausgezahlt.

Weitere Details und Beispiele finden Sie hier.

Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums

Das Bundeswirtschaftsministerium hat wichtige Anregungen der IHK-Organisation zur Neustarthilfe umgesetzt. Im Einzelnen:

  • Auch Ein-Personen-Kapitalgesellschaften können nun Anträge stellen.
  • Bei Geltendmachung freiberuflicher/gewerblicher Einkünfte als Soloselbstständiger kann nun auch ein prüfender Dritter die Antragstellung übernehmen.
  • Werden Umsätze aus Personengesellschaften oder von Ein-Personen-Kapitalgesellschaften geltend gemacht, muss ein prüfender Dritter die Antragstellung übernehmen.
  • Auszubildende werden nicht mitgezählt bei der Ermittlung der Vollzeitäquivalente.

Höhe der Neustarthilfe: Die Neustarthilfe beträgt einmalig 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, maximal aber 7.500 Euro. Die volle Neustarthilfe wird gewährt, wenn der Umsatz der oder des Solo-Selbstständigen während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzumsatz um mehr als 60 Prozent zurückgegangen ist. Der Referenzumsatz ist im Normalfall das Sechsfache des durchschnittlichen monatlichen Umsatzes des Jahres 2019.

Auszahlung: Die Neustarthilfe wird als Vorschuss ausgezahlt. Die Begünstigten verpflichten sich bei Beantragung zu einer Endabrechnung durch Selbstprüfung nach Ablauf des Förderzeitraums. Sollte der Umsatz während der sechsmonatigen Laufzeit bei mehr als 40 Prozent des sechsmonatigen Referenzumsatzes liegen, sind die Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Liegt der erzielte Umsatz bei 90 Prozent oder mehr, so ist die Neustarthilfe vollständig zurückzuzahlen. Zur Bekämpfung von Subventionsbetrug finden stichprobenhaft Nachprüfungen statt.

Die Antragstellung für Solo-Selbstständige ist gestartet, die als natürliche Personen selbstständig tätig sind. Antragstellungen für Solo-Selbstständige, die als Personen- oder Kapitalgesellschaften organisiert sind, starten in Kürze.

Die Neustarthilfe wird wie die anderen Zuwendungen aus der Überbrückungshilfe als steuerbarer Zuschuss gewährt und nicht auf die Grundsicherung angerechnet.

Weitere Details der Neustarthilfe, zum Beispiel zur Anrechenbarkeit von Einnahmen und Umsätzen, werden in den FAQs erläutert.

Tool zur Prüfung Hilfszahlungen

Die IHK München hat einen Rechner entwickelt, der dabei hilft, zu ermitteln, ob die Neustarthilfe oder die Überbrückungshilfe III das richtige Fördermittel für betroffene Unternehmen sind. Sie finden dieses im Anhang.

Parallel dazu hat die IHK Oldenburg ein Tutorial dazu erstellt.