Förderung: Erzeugung synthetischer Daten für KI

Förderung: Erzeugung synthetischer Daten für KI
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Mit der Richtlinie „Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innovative Projekte, die Methoden zur Erstellung von Datensätzen für Anwendungen im Bereich KI entwickeln. Ziel ist es, insbesondere kleinen und mittelgroßen Unternehmen Zugang zu ausreichend großen und repräsentativen Datensätzen zu ermöglichen und Deutschlands Position im Bereich KI auszubauen.

Gegenstand der Förderung

Gefördert werden interdisziplinäre Projekte, die Methoden zur Erzeugung von Datensätzen entwickeln und einen klaren Mehrwert gegenüber dem aktuellen Stand der Wissenschaft und Technik zeigen. Die erzeugten Datensätze, Methoden und Modelle sollten möglichst der Allgemeinheit und insbesondere der Forschung kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Unabhängige Partner, die in Verbundprojekten zusammenwirken, werden bevorzugt. In Ausnahmefällen werden auch Einzelvorhaben gefördert.

Grundsätzlich sind vier Arten von Projekten möglich, die auch kombiniert werden können:

  • Grundlagenorientierte, interdisziplinäre Projekte, die durch eine Zusammenarbeit vor allem der Fachgebiete Physik, Mathematik und Informatik insbesondere im Bereich numerischer und statistischer Modelle zustande kommen. Hiermit sind explizit Projekte gemeint, die sich auch mit neuen Herangehensweisen beschäftigen, ohne auf bisherige Methoden oder Tools zurückzugreifen.
  • Methodenentwicklungsprojekte, die sich mit der essentiellen Weiterentwicklung schon bestehender Ideen beschäftigen. Hierbei sollen Projekte im Fokus stehen, die Methoden entscheidend verbessern oder durch neue Verfahren erweitern.
  • Werkzeugentwicklungsprojekte, die sich mit der Neuentwicklung von Werkzeugen für die Datenerzeugung beschäftigen. Damit sind allerdings keine reinen statistischen Werkzeuge gemeint, sondern intelligente Tools mit neuen Kenngrößen, die Daten in ausreichender Güte und Repräsentativität erzeugen.
  • Validierungswerkzeugprojekte, die sich mit der Neuentwicklung von Methoden und Werkzeugen für die Validierung der datenbasierten KI-Modelle (Benchmarking) beschäftigen. Die Ergebnisse der Validierungswerkzeugprojekte sollen nach Möglichkeit einfach auf verschiedene Domänen übertragbar sein.

Das Projekt soll eine Laufzeit von zwei Jahren möglichst nicht überschreiten.

Zielgruppe

Antragsberechtigt sind in Deutschland ansässige

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft
  • Hochschulen
  • außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Institutionen.

Zeitplan und Förderhöhe

  1. Auswahl von Projektskizzen
    Zunächst können bis spätestens 15. September 2020 Projektskizzen in einem Umfang von maximal zehn DIN-A4-Seiten beim Projektträger Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. schriftlich und elektronisch über das Internetportal eingereicht werden.
    Die Projektskizzen werden hinsichtlich ihrer Innovation, Machbarkeit, Relevanz und den eigenen Vorleistungen der Projektpartner bewertet.
  2. Förderantrag stellen
    Bei einer positiven Vorauswahl müssen die Projektpartner einen förmlichen Antrag stellen, der zusätzlich zur Projektskizze detaillierte Pläne zur Finanzierung und Realisierung des Vorhabens enthält. Nach Prüfung der Unterlagen, hinsichtlich ihrer Plausibilität und Notwendigkeit einer Förderung, wird final über eine Zuwendung entschieden.

Förderquote

Die Förderquote kann je nach Art der Einrichtung bis zu 50 % (Wirtschaft) oder 100 % (Wissenschaft) betragen, sollte dabei aber einen Betrag von 1,5 Millionen Euro nicht überschreiten.

Die Richtlinie zur Erzeugung von synthetischen Daten für Künstliche Intelligenz finden Sie auf der Interseite des BMBF.

Weitere Informationen zu Förderschwerpunkten im Bereich künstliche Intelligenz finden Sie auf den Seiten des DLR.