Beschränkung von Mikroplastik geplant

Beschränkung von Mikroplastik geplant
© Schlierner / Adobe Stock

Die europäische Chemikalienagentur (ECHA) hat ein Beschränkungsverfahren für die Verwendung von Mikroplastik eingeleitet. Seit dem 20. März 2019 besteht für sechs Monate die Möglichkeit, in der öffentlichen Konsultation Ergänzungen und Anmerkungen zur möglichen Beschränkung vorzunehmen. Die Teilnahme an der Konsultation erfolgt über die Internetseite der ECHA.

ECHA bietet Webinar zur Information an

Zudem bietet die ECHA ein Webinar mit Informationen sowohl zum Beschränkungsvorschlag als auch zur Konsultation an. Es findet am 3. April 2019 ab 10 Uhr (in englischer Sprache) statt. Die Anmeldung und weitere Infos zum Webinar der ECHA finden Sie hier.

Geplante Beschränkung für absichtlich zugesetztes Mikroplastik

Der Vorschlag der ECHA zur Begrenzung von Mikroplastik bezieht sich vor allem auf Produkte wie Kosmetika, Waschmittel, Farben und Glasuren, medizinische Produkte, Baumaterialen oder Produkte, die im Öl- und Gassektor zum Einsatz kommen. Beschränkt werden soll dabei das absichtlich zugesetzte Mikroplastik, das sich nachweislich aus dem Produkt löst. Mikroplastik bezeichnet dabei sehr kleine Kunststoffpartikel mit einem Durchmesser kleiner als fünf Millimeter. Durch die Ablösung aus Produkten gelangt das Mikroplastik in die Umwelt, wo es sich jedoch nicht abbaut. Dadurch entsteht, nach Untersuchungen der ECHA, ein erhebliches Umwelt- und Gesundheitsrisiko. Laut ECHA liegt das Reduzierungspotenzial der Mikroplastikemission durch die Begrenzung bei etwa 400.000 Tonnen in 20 Jahren.

Bewertung des Beschränkungsvorschlags voraussichtlich 2020 zu erwarten

In mehreren Mitgliedstaaten der EU (beispielsweise Schweden oder Großbritannien) wurde der absichtliche Zusatz von Mikroplastik in bestimmten Produkten bereits auf nationaler Ebene verboten. In Deutschland gibt es bisher nur eine freiwillige Selbstverpflichtung der Kosmetikindustrie, auf Mikroplastik zu verzichten.