Smart-Meter-Rollout geplant für 2020

Smart-Meter-Rollout geplant für 2020
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Mit der Zertifizierung eines dritten Smart-Meter-Gateways hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nun eine wesentliche Voraussetzung für die Markterklärung, dem offiziellen Startschuss des Rollouts, geschaffen. Die Markterklärung soll im Januar 2020 folgen.

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende (GDEW) sieht vor, dass mindestens drei Smart-Meter-Gateways zertifiziert sein müssen, bevor das BSI die technische Möglichkeit des Rollouts von intelligenten Messsystemem bzw. Smart Metern (=intelligente Messsysteme mit Smart-Meter-Gateway als Kommunikationseinheit) feststellen und auf dieser Grundlage eine Markterklärung veröffentlichen kann. Die grundzuständigen Messstellenbetreiber werden damit verpflichtet, den Rollout nach dem im Gesetz vorgegebenen und nach Nutzergruppen gestaffelten Zeitplan durchzuführen.

Verantwortlich für den Umbau ist somit der jeweilige Messstellenbetreiber, der spätestens drei Monate vor dem jeweiligen Umbautermin den Verbraucher über den Umbau informieren muss und mindestens zwei Wochen vor dem Einbautermin dem Verbraucher den genauen Termin mitteilen muss.

Hintergrund

Bereits seit dem 2. September 2016 ist das Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) in Kraft. Dieses schafft die rechtlichen Grundlagen für den flächendeckenden Einbau von modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsystemen bei Energieverbrauchern. Der Rollout dieser Smart-Meter ist ein wichtiger Baustein für die Digitalisierung der Energiewende.

Vor dem Hintergrund steigender Fluktuität in der Stromerzeugung ist der Smart-Meter-Rollout wichtig für die bedarfsgerechte Steuerung der Stromerzeugung und -Verteilung.

Das BSI hat unter https://www.bsi.bund.de/SmartMeter.html Informationen zu Smart Metern veröffentlicht. Eine Kurzübersicht über Nutzen, Kosten und Zeitplan steht auf der Internetseite des BMWi unter folgendem Link zum Download zur Verfügung. In den Downloads finden Sie eine vom DIHK erstellte Übersicht über Einbaupflichten und Zeitpläne des Smart-Meter-Rollouts.

 

 

Unterschied: Moderne Messeinrichtung / Intelligente Messsysteme

Moderne Messeinrichtungen sind digitale Stromzähler, die Verbrauchsdaten speichern und auf einem digitalen Display anzeigen können. Alle Stromverbraucher mit einem Verbrauch unter 6.000 kWh pro Jahr sollen einen solchen Zähler erhalten

Intelligente Messsysteme sind digitale Stromzähler, welche um eine Kommunikationseinheit - das Smart-Meter-Gateway – ergänzt werden. Das Smart-Meter-Gateway ermöglicht eine automatische Datenübertragung zum Messstellenbetreiber. Alle Stromverbraucher mit einem Verbrauch über 6.000 kWh pro Jahr sollen einen solchen Zähler erhalten.