Förderung der Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen

Förderung der Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen
© Heinzgerald - Fotolia.com

Die EU-Kommission hat am 19. Juni 2019 beschlossen, Deutschland staatliche Beihilfen in Höhe von 431 Millionen Euro zur Nachrüstung von kommunalen und gewerblich genutzten Diesel-Fahrzeugen zukommen zu lassen. Die genehmigten Fördermittel betreffen zum Beispiel Reinigungsfahrzeuge, Müllwagen oder Lieferfahrzeuge.

Die Förderung ist Bestandteil des im November 2017 vereinbarten „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“ der Bundesregierung. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ermöglichen die Mittel eine Erhöhung der Förderquote auf bis zu 80 Prozent der System- und externen Einbaukosten für die jeweilige Förderrichtlinie.

Gefördert wird die Nachrüstung folgender Fahrzeugklassen:

  • schwere Kommunalfahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse wie etwa Müll- oder Straßenreinigungsfahrzeuge
  • schwere gewerblich genutzte Fahrzeuge (3,5 bis 7,5 Tonnen)
  • Busse mit Diesel-Antrieb
  • leichte Kommunalfahrzeuge und gewerblich genutzte Fahrzeuge (2,8 bis 3,5 Tonnen)

Fördervoraussetzung für die leichten Nutzfahrzeuge ist unter anderem, dass sich der Unternehmenssitz in einer Stadt mit NO2-Grenzwertüberschreitung oder in einem ihr angrenzenden Landkreis befindet. Welche Städte betroffen sind, können Sie dem Anhang der jeweiligen Förderrichtline entnehmen.

Das Kraftfahrtbundesamt hat nun auch die ersten Nachrüstsysteme zugelassen. Weitere sollen bald folgen. Eine aktuelle Liste ist auf der Seite des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) zu finden.

Aktuell können Unternehmen Anträge für die Förderung der Nachrüstungen stellen, müssen sich dabei jedoch auf Kostenschätzungen der Hersteller berufen. Die Förderanträge können bis zum 30. September 2019 über die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) gestellt werden.

 

TIPP: Wir empfehlen Ihnen, zunächst im Anhang der Förderrichtlinie nachzusehen, ob Ihr Unternehmen in einer förderfähigen Stadt ansässig ist. Sollte dies der Fall sein, raten wir Ihnen, Kontakt mit Ihrer örtlichen Kfz-Werkstatt aufzunehmen und dort nachzufragen, wann für Ihr Fahrzeug Nachrüstsysteme angeboten werden und ob die frühzeitige Beantragung der Fördermittel sinnvoll ist.

Stand: September 2019