Das Wirtschafts- und Strukturprogramm

Das Wirtschafts- und Strukturprogramm
© complize | M.Martins / Adobe Stock

Der Strukturwandel und der damit verbundene vorzeitige Ausstieg aus der Braunkohleverstromung wird das Rheinische Revier mit allen Unternehmenden und Bewohnern zukünftig vor große Herausforderungen stellen. Um dieser Herausforderung begegnen zu können, wurde in gemeinsamer Zusammenarbeit der Zukunftsagentur Rheinisches Revier mit ihren Gesellschaftern und zahlreichen fachlichen Experten das sogenannte Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) 1.0 erstellt.

Das Wirtschafts- und Strukturprogramm ist ein „Fahrplan“ für die künftige Entwicklung des Rheinischen Reviers. Da die Bundesregierung zur Bewältigung der Folgen des Strukturwandels umfangreiche Fördermittel in Aussicht gestellt hat, soll mit dem Wirtschafts- und Strukturprogramm gleichzeitig die Grundlage für eine zukünftige Förderlandschaft geschaffen werden.

Im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein gehören die Kommunen des Rhein-Kreises Neuss sowie die Stadt Mönchengladbach mit ihren Unternehmenden und Bewohnern zum Rheinischen Revier.

Die Zukunftsfelder des Wirtschafts- und Strukturprogramms

Innerhalb des Wirtschafts- und Strukturprogramms werden insgesamt vier Zukunftsfelder benannt:

  • Energie und Industrie
  • Ressourcen und Agrobusiness
  • Innovation und Bildung
  • Raum und Infrastruktur

Im Zukunftsfeld „Energie und Industrie“ geht es um den Wandel des Rheinischen Reviers zu einem Energie- und Industrierevier mit Zukunft. Hierbei spielen unter anderem die Themenfelder Erneuerbare Energien, Effizienzsteigerung und Flexibilisierung sowie Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der bestehenden Industrie und neue Wertschöpfungsfelder eine große Rolle.

Das Zukunftsfeld „Ressourcen und Agrobusiness“ befasst sich mit der Schaffung eines nachhaltigen Ressourcensystems. Dieses soll auf die regionalen Besonderheiten im Rheinischen Revier, mit ihren Lieferanten und Kunden, abgestimmt sein.

Mit dem Zukunftsfeld „Innovation und Bildung“ wird unter anderem das Ziel verfolgt, den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen in der Region zu stärken.

Im Zukunftsfeld „Raum und Infrastruktur“ wird sich beispielsweise mit den Themen des räumlichen und infrastrukturellen Transformationsprozesses im Rheinischen Revier befasst.

Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Zukunftsfelder finden Sie im Wirtschafts- und Strukturprogramm (WSP) 1.0.

Beteiligungsverfahren zum „Wirtschafts- und Strukturprogramm“

Derzeit findet ein umfangreicher Beteiligungsprozess zum Wirtschafts- und Strukturprogramm im Rheinischen Revier statt. Auch Sie als Unternehmerin und Unternehmer im Rheinischen Revier haben die Chance, Ihre Meinung zum Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.0 zu äußern, da es auch um Ihre Zukunft für die kommenden 25 Jahre als Unternehmen geht. Die Ergebnisse aus der Beteiligung werden zusammengefasst und zur Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Strukturprogramms genutzt, sodass eine Version 1.1 entstehen wird. Es werden mehrere Beteiligungsformate durchgeführt, an denen Sie und Ihre Mitarbeiter teilnehmen können:

  1. Bis zum 02. Juni 2020 haben Sie die frühzeitige Möglichkeit, sich aktiv an dem Bürgergutachten zum Wirtschafts- und Strukturprogramm zu beteiligen. Einbringen können Sie sich im Rahmen des Online-Dialogs zum Rheinischen Zukunftsrevier unter folgendem Link.
  2. Wenn Sie oder Ihre Mitarbeiter im Rheinischen Revier wohnen, haben Sie auch die Möglichkeit, sich an einer besonderen Form der Bürgerbeteiligung zu engagieren. Für die wissenschaftliche Evaluation des Online-Dialoges werden etwa 100 Bürgerinnen und Bürger aus dem Rheinischen Revier gesucht, die bei einem Befragungsprojekt mitmachen möchten. Die Ergebnisse der Befragungen werden in einer  Evaluationsstudie veröffentlicht. Bei Interesse können Sie sich hier bewerben.
  3. Ende Juni werden zudem zwei Revier-Gespräche in Form einer digitalen Diskussionsrunde durchgeführt. Das zweite Revier-Gespräch spricht dabei gezielt Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der Energieindustrie und den energieintensiven Industrien an. Nehmen Sie daran teil und vermitteln, was aus Ihrer Sicht für einen erfolgreichen Strukturwandel notwendig ist. Nähere Informationen zu den Revier-Gesprächen finden Sie hier.
  4. Als Unternehmen haben Sie zusätzlich die Gelegenheit, uns Ihre unternehmensbezogenen Anregungen bis zum 07. August 2020 per E-Mail mitzuteilen. Wir können sie dann in unsere Stellung­­nahme aufneh­men, wenn sie mit den von uns zu vertretenden gesamt­wirtschaftli­chen Belan­gen vereinbar sind.

Bitte beteiligen Sie sich und nutzen die Möglichkeit, an der Entwicklung der Region teilzunehmen. Es geht auch um Ihre Zukunft.