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Maklererlaubnis

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Romy Seifert
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Für die Ausübung eines Gewerbes gilt in der Regel der Grundsatz der Gewerbefreiheit. Wenn Sie als Immobilienmakler tätig sein wollen, reicht die übliche Gewerbeanmeldung nicht aus. Es handelt sich nämlich um ein erlaubnispflichtiges Gewerbe. Für die Erlaubnispflicht hat sich der Gesetzgeber deshalb entschieden, weil es sich bei der Vermittlung von Grundstücken, Immobilien und Darlehensverträgen um Werte Dritter handelt, so dass ein besonderer Vertrauensschutz die zahlreichen rechtlichen Bestimmungen erforderlich macht.

Erlaubnispflicht nach § 34 c Gewerbeordnung

Selbstständige Immobilienmakler, Bauträger, Baubetreuer und die Vermittler von Darlehen benötigen deshalb zur Geschäftsausübung eine besondere Genehmigung, die Erlaubnis nach § 34 c Gewerbeordnung.

Für die Erlaubniserteilung ist nachzuweisen, dass der Antragsteller – bei juristischen Personen auch Vorstand oder Geschäftsführer – persönlich zuverlässig ist und in geordneten Vermögensverhältnissen lebt. Zugangsvoraussetzungen in Form einer bestimmten Ausbildung oder fachlichen Qualifikation werden aber nicht verlangt. Zudem besteht keine Verpflichtung, eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung vorzuhalten. Ausführliche Informationen finden Sie im Merkblatt "Immobilienmakler, Bauträger und Baubetreuer und Darlehensvermittler – Gewerberechtliche Erlaubnispflicht nach § 34 c GewO" unter den Downloads.

Weitere Vorschriften

Bei der Berufsausübung selbst sind noch weitere Besonderheiten zu beachten. In erster Linie ergeben sich diese aus den ergänzenden Vorschriften der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) und – sofern Wohnungen vermittelt werden – auch aus dem Wohnungsvermittlungsgesetz. Bitte schauen Sie unter "Weiterführende Informationen".

Relevante Aus- und Weiterbildungen

Über interessante Aus- und Weiterbildungsangebote für Immobilienmakler können Sie sich bei uns informieren.

Neue Regeln für Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter

Mit dem Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Verwalter von Wohnungseigentum hat der Bundesrat am 22. September 2017 neue Berufszulassungsregeln für Immobilienmakler und Wohnungsimmobilienverwalter Klammer streichen: (WEG-Verwalter) beschlossen. Das Gesetz tritt neun Monate nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.

Die neuen Zulassungsregeln bestimmen erstmals, dass WEG-Verwalter und Mietverwalter von Wohnraum, kurz: „Wohnimmobilienverwalter“, eine Erlaubnis bei der Ordnungsbehörde beantragen müssen. Bislang reichte es aus, wenn sie ihre Tätigkeit beim Gewerbeamt angezeigt haben.

Zulassungsvoraussetzungen sind:

  • persönliche Zuverlässigkeit
  • geordnete Vermögensverhältnisse
  • Abschluss einer Berufshaftpflichtversicherung

Statt des ursprünglich geplanten IHK-Sachkundenachweises müssen Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter regelmäßige Weiterbildungen nachweisen. Auch entsprechend tätige Angestellte müssen künftig geschult werden. Vorgesehen sind 20 Stunden Fortbildung innerhalb von drei Jahren. Lediglich Makler und Verwalter, die einen staatlich anerkannten Aus- oder Fortbildungsabschluss wie Immobilienkaufmann oder Immobilienfachwirt haben, sind in den ersten drei Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit von der Fortbildungspflicht befreit. Verstöße gegen die Weiterbildungspflicht sollen mit einem Bußgeld geahndet werden können.

So soll sichergestellt werden, dass Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter über die erforderliche Sachkenntnis verfügen und dieses Wissen aktuell halten.

Die genauen Details der Weiterbildungspflicht sollen in einer Verordnung geregelt werden.

Bereits gewerblich tätige Wohnimmobilienverwalter haben ab 01.08.2018 nochmals 6 Monate Zeit, um die nach § 34c Gewerbeordnung erforderliche Erlaubnis zu beantragen.