Energie-Label: Anpassungen erforderlich

Energie-Label: Anpassungen erforderlich
© Scheer Sieglinde / Adobe Stock

Seit dem 25.12.2019 gilt die EU-Verordnung 874/2012/EU. Lieferanten und Hersteller dürfen von diesem Zeitpunkt an Leuchten (ohne Leuchtmittel) nicht mehr mit dem Energie-Label versehen. Leuchten, die vor diesem Datum in Verkehr gebracht wurden und das Energie-Label enthalten, können weiterhin verkauft werden. Allerdings müssen sämtliche Kommunikationsinstrumente (Werbung, Online-Shop) angepasst werden.

Die Regelung wurde am 5.12.2019 im EU-Amtsblatt veröffentlicht und tritt 20 Tage nach der Veröffentlichung in Kraft. Bei Leuchten, die bereits in Verkehr gebracht wurden, ist keine Entfernung des Labels notwendig ist. Das heißt, alle Geräte, die bereits bei Händlern gelabelt in den Lagern oder Verkaufsräumen stehen, müssen nicht überklebt und in der Verpackung dieser Leuchten enthaltene EU-Labels nicht entfernt werden. Ab diesem Zeitpunkt dürfen Leuchten (ohne Leuchtmittel) durch Lieferanten / Hersteller aber nicht mehr mit Etiketten versehen werden. Die Hinweise der EU-Kommission besitzen allerdings keine Rechtsverbindlichkeit.

Die neue Regelung betrifft auch Online-Shops, Werbung in Printmedien, im Internet oder die Präsentation des Labels in Verkaufsräumen.

Abmahnungen vorbeugen

Um Abmahnungen und Bußgelder zu vermeiden, sollten seit dem 25.12.2019 folgende Maßnahmen für Leuchten (ohne Leuchtmittel) umgesetzt werden:

  1. Entfernung aller Schilder mit dem EU-Label, Überklebung von Aufklebern an Ausstellungsleuchten, Regalen etc. in den Verkaufsräumen.
  2. Entfernung aller EU-Label-Angaben in Online-Shops oder auf Websites (Energieklasse-Button, Energieklasse-Angabe im Rahmen des Artikelnamens, Angabe der Energieklasse bei Produktbeschreibung und in technischen Daten, alle Bilddateien mit EU-Label, Link und Datei zum Produktdatenblatt).
  3. Entfernung aller EU-Label-bezogenen Angaben in Werbemitteln (Energieklasse-Button, Angabe Spektrum, Nennung in der Produktbeschreibung)

Sollte es zu Abmahnungen kommen, sollten diese – nach Prüfung, ob es sich überhaupt um einen abmahnbefugten Mitbewerber oder Verein handelt - mit der Argumentation zurückgewiesen werden, dass keine Irreführung und keine gravierende Beeinträchtigung des Wettbewerbs vorliegt. Im Falle von Abmahnungen, bitten wir um Information.