Corona-Arbeitsschutzstandards für Unternehmen

Corona-Arbeitsschutzstandards für Unternehmen
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Einheitlicher Arbeitsschutz gegen das Corona-Virus 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die neue SARS-Cov-2-Arbeits­schutzregel veröffentlicht. Sie wurde gemeinsam von den Arbeitsschutzausschüssen beim Bundesarbeitsministerium unter Koordination der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erstellt.

Die Regel konkretisiert den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard. Sie stellt Maßnahmen für alle Bereiche des Wirtschaftslebens vor, mit denen das Infektionsrisiko für Beschäftigte gesenkt und auf niedrigem Niveau gehalten werden kann. Dabei bleiben Abstand, Hygiene und Masken die wichtigsten Instrumente, solange es keinen Impfschutz für CoViD-19 gibt. Betriebe, die die in der SARS-CoV-2-Regel vorgeschlagenen technischen, organisatorischen und personenbezogenen Schutzmaßnahmen umsetzen, können davon ausgehen, dass sie rechtssicher handeln. Zudem erhalten die Aufsichtsbehörden der Länder eine einheitliche Grundlage, um die Schutzmaßnahmen in den Betrieben zu beurteilen.

Wichtig ist, dass die nach §§ 5 f. ArbSchG verpflichtend vorgeschriebene und zu dokumentierende Gefährdungsbeurteilung hinsichtlich eventuell zusätzlich erforderlicher Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes wegen der Gefahren durch die Verbreitung des Corona-Virus zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren ist.

Welche der Maßnahmen in der konkreten betrieblichen Situation sinnvoll sind, ist abhängig von der Beurteilung der vorhandenen Gefährdungen. Grundsätzlich gilt in der Reihenfolge:

  • Reduzierung der Anzahl von ungeschützten Kontakten (auch indirekter Kontakt über Oberflächen)
  • Einhaltung der allgemeinen Abstandsregel (Abstand von mindestens 1,5 m)
  • Bei Nicht-Einhaltung Mund-Nase-Schutz (medizinische Gesichtsmasken) oder zumindest Mund-Nase-Bedeckungen (textile Alltagsmasken) verwenden

Weitere geeignete Maßnahmen zum Schutz sind das Arbeiten in festen Teams, die Trennung der Atembereiche durch technische Maßnahmen, die Nutzung von digitalen Kommunikationstools, die verstärkte Lüftung, die Isolierung Erkrankter, eine intensivierte Oberflächenreinigung und zusätzliche Handhygiene.

Die BAuA beantwortet spezielle Fragen rund um Infektionsrisiken und -prävention in verschiedenen Branchen.

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt grundsätzlich die Einhaltung der Hygieneregeln, die auch für den Schutz vor der Grippe gelten:

  • Händeschütteln vermeiden
  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
  • Im Krankheitsfall Abstand halten
  • Geschlossene Räume regelmäßig lüften

Eine Übersicht über Corona-Arbeitsschutzstandards für einzelne Branchen finden Sie auf dieser Seite DGUV. Darüber hinaus hat die DGUV 10 Tipps für eine Betriebliche Pandemieplanung veröffentlicht. Diese beziehen sich allerdings nicht speziell auf das Coronavirus.

Für die Allgemeinheit bietet zudem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Infografiken zum Download sowie einen DIN A4-Aushang speziell für das Coronavirus an. Einen Aushang zum Einhalten eines Abstands von zwei Metern in Unternehmen gibt es beim Gesundheitsministerium NRW.

Tipps für die Vorbereitung und den Umgang mit Krankheitsfällen im Betrieb hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag zusammengestellt.