BMWi fördert Investitionen in Vlies-Produktionsanlagen

BMWi fördert Investitionen in Vlies-Produktionsanlagen
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Der Arbeitsstab Produktion des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) wurde beauftragt, den zeitnahen Aufbau nationaler und europäischer Wertschöpfungsketten für Schutzausrüstungen, Testausstattungen und Wirkstoffe zu unterstützen. Das BMWi geht davon aus, dass sich der Weltmarkt für Schutzmasken nach der Pandemie zwar wieder abkühlen wird, aber langfristig deutlich über dem Niveau vor der Corona-Krise liegen wird. Daher ergeben sich Potenziale für innovative Produktionsverfahren deutscher Unternehmen.

Förderziel: 

Stärkung der Produktion in Deutschland von persönlicher Schutzausrüstung und dem Patientenschutz dienender Medizinprodukte sowie deren Vorprodukte. Bis Ende 2021 sollen auf diesem Weg Produktionskapazitäten aufgebaut werden, um die jährlich produzierte Menge von Filtervlies um 4000 Tonnen zu erhöhen und somit bis zu 5 Milliarden medizinische Gesichtsmasken und Atemschutzmasken jährlich produzieren zu können. Bis Ende August 2020 soll die Produktionskapazität von zertifizierten Schutzmasken um jährlich 2,5 Milliarden erhöht werden, bis Ende Juni 2021 um jährlich weitere 4,5 Milliarden. Mittelfristig sollen innovative Produktionsverfahren nachhaltige Schutzmasken zu international wettbewerbsfähigen Preisen sicherstellen.

Gegenstand der Förderung: 

1. Investitionen in Anlagen zur Produktion von Filtervlies - abgelaufen
Gefördert wurden Investitionen in Anlagen zur Produktion von Filtervlies, das im Meltblown-Verfahren hergestellt wird und die Qualitätsanforderungen als Vorprodukt für eines der nachfolgend aufgeführten Produkte erfüllt: FFP2-Masken, FFP3-Masken, medizinische Gesichtsmasken.

2. Kurzfristig verfügbare Anlagen - abgelaufen
Gefördert wurden Investitionen in Anlagen zur Produktion von zertifizierten Schutzmasken (medizinischer Gesichtsschutz, FFP2, FFP3) mit bis zu 30 Prozent.

3. Innovative und über den Stand der Technik hinaus gehende Anlagen
Gefördert werden Ausgaben für Investitionen in den Erwerb von Anlagen, Anlagenteilen sowie Komponenten soweit am Ende des Vorhabens eine in Deutschland verkehrsfähige Produktionsanlage in Betrieb genommen wird mit bis zu 50 Prozent UND Kosten zur Entwicklung von neuartigen, innovativen Produktionsanlagen, die den Stand der Technik übersteigen und die Produktion von zertifizierten Schutzmasken innerhalb der EU international wettbewerbsfähig machen, mit bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Anträge können bis zum 30. Oktober 2020 gestellt werden.

Es gelten folgende Förderkonditionen:

Förderfähig sind Investitionen, die seit dem 28. Februar 2020 getätigt wurden. Nicht gefördert werden Umrüstungen bestehender Anlagen.

Zuwendungsempfänger: 

Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Deutschland. Unternehmen, die sich am 31. Dezember 2019 gemäß Artikel 2 Absatz 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung bereits in Schwierigkeiten befanden, dürfen keine Fördergelder erhalten.

Fördervoraussetzungen:

  • Hersteller müssen förderfähige Kosten belegen sowie Expertise und Erfahrung zur notwendigen zügigen Umsetzung mitbringen und nachweisen.

Die Förderrichtlinie finden Sie im Anhang.