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Arbeitsplatzgrenzwert für A-Staub gesenkt

Arbeitsplatzgrenzwert für A-Staub gesenkt
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Jürgen Zander
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Im November 2013 hat der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) beschlossen, den Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für A-Staub von bisher 3 mg/m³ auf 1,25 mg/m³ abzusenken. Der neue Grenzwert ist mit seiner Bekanntmachung in der TRGS 900 im April 2014 in Kraft getreten. Als A-Staub wird der Anteil des Staubs definiert, der bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen kann.

Betroffene Betriebe müssen jetzt - wie generell bei Änderung eines Arbeitsplatzgrenzwertes - ihre Gefährdungsbeurteilung aktualisieren. Kann ein Betrieb den neuen AGW bei bestimmten Tätigkeiten nicht einhalten und lässt sich dies anhand aktueller Ergebnisse aus Expositionsermittlungen belegen, kann er eine fünfjährige Übergangsfrist - bis Ende 2018 - in Anspruch nehmen. In dieser Zeit gilt weiterhin der bisherige Grenzwert von 3,0 mg/m³ als Beurteilungsmaßstab für Schutzmaßnahmen.

Anforderungen an die Betriebe während des Übergangszeitraums

Allerdings wird den Betrieben bereits während des Übergangszeitraums eine Reihe zusätzlicher Anforderungen auferlegt. Die Übergangsregelung verlangt, dass

  • technische Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik bereits umgesetzt werden,
  • ein Schutzmaßnahmen-Konzept vorhanden ist, aus dem hervorgeht, wie die Einhaltung des AGW bis zum Ende des Übergangszeitraums erreicht werden kann,
  • die Beschäftigten über das Schutzmaßnahmen-Konzept informiert sind,
  • der Arbeitgeber den Beschäftigten Atemschutz zur Verfügung stellt und dieser bei Expositionsspitzen getragen wird.

Neue Technische Regel (TRGS) für Stäube geplant

Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) plant eine TRGS über Schutzmaßnahmen speziell für Stäube. Sie soll Ergebnisse von Expositionsmessungen, die Umsetzung von Schutzmaßnahmen durch Betriebe und deren Schutzmaßnahmen-Konzepte berücksichtigen. Der AGS-Beschluss enthält daher eine Aufforderung an die Betriebe, diese Informationen zur Verfügung zu stellen.

Bis zur Fertigstellung der neuen TRGS für Stäube können sich Betriebe weiterhin vor allem an der TRGS 500 sowie an den Schutzleitfäden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin orientieren.

(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)