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Fakten zu Arbeitsbedingungen am Bau

Fakten zu Arbeitsbedingungen am Bau
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Jürgen Zander
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Hohe körperliche Belastungen, ungünstige Umgebungsbedingungen, Leistungsdruck und Monotonie: Die Arbeit in Bauberufen ist, trotz technischen Fortschritts, häufig mit erschwerten Arbeitsbedingungen verbunden. Dabei gehört der Baubereich zu den Schlüsselbranchen in Deutschland. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) informiert mit dem Factsheet "Arbeitsbedingungen am Bau - Immer noch schwere körperliche Arbeit trotz technischen Fortschritts" über die Arbeitsbedingungen in der Bauwirtschaft. Basierend auf einer Erwerbstätigenbefragung fasst das BAuA-Factsheet die wichtigsten Ergebnisse zu Arbeitsanforderungen und Beanspruchungen übersichtlich zusammen.

Im Vergleich mit anderen Wirtschaftszweigen weist die Baubranche eine erheblich höhere Zahl an Arbeitsunfällen und Berufserkrankungen auf. Beispielsweise müssen viele in der Bauwirtschaft Tätige ihren Beruf krankheitsbedingt vorzeitig aufgeben. Das BAuA-Faktenblatt macht deutlich, dass körperlich schwere Arbeit und erschwerte Arbeitsbedingungen für Beschäftigte nicht ohne Folgen bleiben. Zu den branchentypischen körperlichen Anforderungen gehören die Arbeit im Stehen (92 %), die Arbeit mit den Händen (79 %), das Tragen schwerer Lasten (72 %) oder die Arbeit unter Zwangshaltung (64 %). Diese Anforderungen finden sich im Baubereich deutlich häufiger als in anderen Berufen. Faktoren wie Witterungsbedingungen (79 %), Lärm (64 %) sowie monotone Tätigkeiten und Leistungsdruck kommen erschwerend hinzu. Dies spiegelt sich in den gesundheitlichen Beschwerden wider, z. B. im Muskel-Skelett-Bereich und bei psychosomatischen Erkrankungen.

Um Risiken und Beschwerden vorzubeugen, sind Maßnahmen wie eine ergonomische Arbeitsgestaltung und die Einhaltung von Verhaltensregeln in der Baubranche besonders wichtig. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels können Arbeitsplätze mit verringerten körperlichen Belastungen dafür sorgen, dass Ältere ihrer Arbeit weiterhin nachgehen können. Im Sinne altersgerechter Arbeitsbedingungen ist zudem eine stetige Gesundheitsprävention wichtig, die bereits bei den Jüngeren in Bauberufen ein Bewusstsein für sicheres und gesundes Arbeiten weckt.

(Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)