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Hersteller und Importeure von Bioziden müssen handeln

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Jürgen Zander
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Hersteller und Importeure von Bioziden müssen rechtzeitig vor dem 1. September 2015 aktiv werden

Nach der EU-Biozidverordnung darf ab 1. September 2015 ein Biozidprodukt nur noch dann vermarktet werden, wenn folgende Bedingung eingehalten wird:

  • Wenn das Produkt aus einem Stoff besteht, diesen enthält oder erzeugt, welcher in der „Artikel 95-Liste“ der Europäische Chemikalienagentur (ECHA) aufgeführt ist, dann muss der Stoff- oder Biozidproduktehersteller bzw. der jeweilige Lieferant für die entsprechende Produktart in der Liste genannt sein. Wird ein Biozidprodukt von außerhalb der EU importiert, muss der Importeur in der Liste stehen.
  • Anbieter, die Biozidprodukte in Verkehr bringen, können anhand der „Artikel 95-Liste“ prüfen, ob ihre Lieferanten für die jeweiligen Produktarten gelistet sind und sie ggf. darauf drängen, dies bis zum 1. September sicherzustellen.

Wie kommt man auf die Liste der ECHA?

Um in die Liste aufgenommen zu werden, müssen Unternehmen bei der ECHA ein Dossier einreichen. Unternehmen, die selbst kein Dossier erarbeitet haben, müssen der ECHA eine Zugangsbescheinigung für ein Dossier eines anderen Unternehmens zukommen lassen. Firmen, die am Arbeitsprogramm gemäß Artikel 89 der Biozidverordnung teilnehmen, werden automatisch in die Artikel 95-Liste aufgenommen.

Betroffene Unternehmen sollten unbedingt schnell mit ihren entsprechenden Vorbereitungen beginnen. Nicht zuletzt die Kommunikation bzw. Verhandlungen über den Austausch von Daten in der Lieferkette können aufwendig sein. Zudem benötigt die ECHA Zeit zur Bewertung der Anträge und verlangt unter Umständen die Nachreichung zusätzlicher Daten.