english

Vorbereitung auf REACH 2018

Vorbereitung auf REACH 2018
© lkordela - fotolia.com

Ansprechpartner

Jürgen Zander
Jürgen Zander

Telefon: +49 2131 9268-570
Telefax: +49 2151 635-44570
E-Mail:
V-Card: Kontaktdaten speichern

Friedrichstraße 40
41460 Neuss

Die Europäische Chemikalienagentur ECHA zeigt in ihrem Newsletter die Vorbereitung auf REACH 2018 für nachgeschaltete Anwender und Registranten Schritt für Schritt auf. Unternehmen sollten auch das Auslaufen der Möglichkeit zur Vorregistrierung von Phase-in-Stoffen bis Mitte 2017 beachten. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) hält für Unternehmen, die außergewöhnliche Umstände gelten machen können, Hilfestellungen zur Registrierung im Rahmen der REACH-Verordnung bereit. Unternehmen mit Schwierigkeiten bei der fristgerechten Registrierung sollten sich frühestmöglich, spätestens jedoch bis zum 24. Mai 2018 an die ECHA wenden.


Im aktuellen Newsletter der ECHA beschreibt die Agentur Unternehmen das Vorgehen zur Vorbereitung auf die nächste Stufe von REACH in 2018. Zudem gibt sie einen Überblick über ihr umfangreiches und zielgruppenspezifisches Informationsangebot für KMU. Unternehmen, die Stoffe über einer Tonne herstellen oder in Verkehr bringen, müssen diese bis zum 31. Mai 2018 registrieren.  Registranten stellt dies vor die Herausforderung, die richtige Form der Registrierung zu wählen und diese durchzuführen. Nachgeschaltete Anwender sollten sich wiederum bei ihren Lieferanten vergewissern, ob die von ihnen verwendeten Stoffe 2018 noch bezogen werden können.

Eine Vorstufe zum 31. Mai 2018 tritt bereits ein Jahr im Voraus in Kraft: Dann entfällt die Möglichkeit, einen Phase-in-Stoff gemäß Art. 28 Abs. 6 der REACH Verordnung zur Vorregistrierung anzumelden. Phase-in-Stoffe, die erstmal in der EU eingeführt oder produziert werden, müssen dann registriert sein. Phase-in-Stoffe sind Stoffe, die bereits bei Einführung von REACH auf dem Markt waren oder sich auf der sogenannten EINECS-Liste befinden. Dies trifft besonders Unternehmen, die eine Vorregistrierung bisher versäumt haben oder einen solchen Stoff erstmals herstellen oder importieren wollen.

Hilfestellung der ECHA

Seit dem 31. Januar 2018 hält die ECHA Hilfestellungen für Unternehmen bereit, die auf Grund außergewöhnlicher Umstände inhaltlichen Schwierigkeiten bei der fristgerechten Registrierung (u.a. Verzögerungen im Rahmen der vollständigen Dossiererstellung) gegenüberstehen.
In den folgenden vier Szenarien können außergewöhnliche Umstände ohne Verschulden des registrierenden Unternehmens zum Tragen kommen:

  • Vollständigkeit des Dossiers (Completeness of dossiers, DCG Issue 10)
  • Wechsel des Rechtsträgers (Legal Entity Change, DCG Issue 15)
  • Abhängigkeit vom federführenden Registranten (Dependency on the lead registrant, DCG Issue 20)
  • Stoffe ohne Registrierungsabsicht (Substance with no registration intentions, DCG Issue 21)

Die Festlegung der betroffenen Szenarien bzw. der außergewöhnlichen Umstände geht auf die Directors' Contact Group (DCG) – eine Arbeitsgemeinschaft der EU-Kommission, der ECHA sowie von Wirtschaftsverbänden – zurück.

Die konkreten Anwendungsbedingungen der Hilfestellungen der ECHA finden Sie auf der Website der ECHA unter DCG. Dort wird ebenfalls die korrekte Form der Kontaktaufnahme für Unternehmen erläutert. Registranden müssen dazu u.a. ihre Situation umfassend darlegen und unternommene Schritte zur Einhaltung der REACH-Anforderungen erläutern. Daneben muss die Nummer des DCG-Szenarios (DCG Issue) konkret benannt werden. Im Anschluss an die Ausführungen erteilt die ECHA weitere Informationen zur Dossierübermittlung.