„EU“-Angabe in Einfuhranmeldungen unzulässig

„EU“-Angabe in Einfuhranmeldungen unzulässig
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Um die Warenbewegungen zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten und dem Vereinigten Königreich statistisch präziser erfassen zu können, ist seit dem 1. Januar 2022 in britischen Einfuhrzollanmeldungen die Angabe des Ländercode EU nicht mehr zulässig. Vielmehr ist in den Datenfeldern der britischen Einfuhranmeldung Einfuhrzollanmeldungen zu Ursprungs- wie auch Versendungsland der jeweilige EU-Mitgliedsstaat einzutragen.

Die größte Herausforderung besteht nach Einschätzung des DIHK für Unternehmen, wenn das Ursprungsland nicht bekannt ist. Sie stellt Unternehmen insofern vor Herausforderungen, als dass der einzelstaatliche nichtpräferenzielle Ursprung nicht immer vom Ursprung „EU“ abgeleitet werden kann und in vielen Fällen auch gänzlich unbekannt ist. Der DIHK hat daher bei der britischen Zollverwaltung um Präzisierung gebeten.

Handlungsempfehlung:

  • Sofern der einzelstaatliche nichtpräferenzielle Ursprung zwingend in der Einfuhrzollanmeldung verlangt wird, dieser aber nicht bekannt ist, sollte beim Datenfeld „Country of Origin“ auf den Iso-Alpha-2-Code des Versendungslandes („Country of Dispatch“) zurückgegriffen werden.
  • Hinweis: Bei der präferenziellen „Erklärung zum Ursprung (EzU)“ sollte an dem Wortlaut des Handels- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und dem UK festgehalten werden. Hier ist unverändert die Ursprungsangabe „EU“ bzw. „Europäische Union“ zu verwenden. Von einem ergänzenden Klammerzusatz in der EzU zur Ergänzung eines einzelnen EU-Mitgliedsstaates ist abzuraten.