EU: Zusatzzölle auf bestimmte US-Waren

EU: Zusatzzölle auf bestimmte US-Waren
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Die EU-Kommission hat mit Gegenmaßnahmen auf die Verhängung von Zusatzzöllen der USA auf Eisen-, Stahl- und Aluminiumerzeugnisse mit Ursprung in der EU reagiert. Seit dem 22. Juni 2018 sind beim Import bestimmter Waren in die EU mit dem Ursprung USA Zusatzzölle in Höhe von zehn Prozent beziehungsweise 25 Prozent zu berücksichtigen.

Betroffen sind unter anderem Mais, Reis, Erdnussbutter, Schönheitsmittel, Whisky, Jeans, Motorräder, bestimmte Wasserfahrzeuge wie  Segelboote sowie Eisen-, Stahl- und Aluminiumhalberzeugnisse. Insgesamt 182 Zolltarifnummern enthält der Anhang I zur entsprechenden Durchführungsverordnung (EU) 2018/886. Bis auf Spielkarten der Zolltarifnummer 95044000 sind alle anderen Waren mit 25 Prozent Zusatzzoll belegt. Ausgenommen vom Zusatzzoll sind betroffene Waren, für die vor dem Inkrafttreten (22. Juni 2018) der oben erwähnten Verordnung eine Einfuhrlizenz mit einer Zollbefreiung oder einer Zollermäßigung ausgestellt worden ist.

Am 24. Januar 2020 hat die USA die Einfuhrzölle auf bestimmte Aluminium- und Stahlerzeugnisse erhöht, die seit dem 8. Februar 2020 in Kraft sind. Vor diesem Hintergrund hat die EU-Kommission mitgeteilt, dass ab dem 8. Mai 2020 zunächst zusätzliche Wertzölle in Höhe von 20 Prozent bzw. sieben Prozent auf bestimmte Produkte amerikanischen Ursprungs erhoben werden. Weiterhin beabsichtigt die EU-Kommission ab dem 8. Februar 2023 oder nach der Entscheidung des WTO- Streitbeilegungsgremiums einen zusätzlichen Wertzoll auf die Einfuhr bestimmter Waren mit US-Ursprung zu erheben. Eine Übersicht der Waren sowie die Höhe des Wertzolls enthält die Durchführungsverordnung (EU) 2020/502.

Diese Maßnahme wird so lange aufrechterhalten, bis die USA die Zusatzzölle auf Eisen-, Stahl- und Aluminiumerzeugnisse aus der EU aufheben.