english

Türkei: IHK-Ursprungszeugnis zusätzlich zur A.TR!‎

Ansprechpartner

Jörg Schouren
Jörg Schouren

Telefon: +49 2131 9268-563
Telefax: +49 2151 635-44563
E-Mail:
V-Card: Kontaktdaten speichern

Friedrichstraße 40
41460 Neuss

Der türkische Zoll verlangt bei der Einfuhr bestimmter, bereits in der EU verzollter Waren in die Türkei des Öfteren zusätzlich zur Vorlage der zollamtlichen Freiverkehrsbescheinigung A.TR die Vorlage eines Ursprungszeugnisses.

Die Verordnung 2017/4 enthält die Regelung für Waren, die Gegenstand eines Zusatzzolls sind. ‎

Danach gilt für Waren, die Gegenstand eines Zusatzzolls sind:‎

  • Bei Warenursprung „EU“ oder „Türkei“: Der Zusatzzoll entfällt bzw. die Zollfreiheit wird ‎gewährt, sofern die Waren mit einer A.TR eingeführt werden und der Ursprung bei der ‎Einfuhranmeldung mit einer Exporteurserklärung (“İhracatçı Beyanı”) oder einer ‎Lieferantenerklärung nachgewiesen wird. Diese Exporteurserklärung ist von der IHK nicht zu bescheinigen. ‎Der Nachweis per Exporteurserklärung oder Lieferantenerklärung (LE) ist nur bei ‎Warenursprüngen „EU“ oder „Türkei“ möglich.‎
  • Bei Warenursprung „Drittland“: Hier ist zusätzlich zur A.TR immer ein IHK-‎Ursprungszeugnis vorzulegen. Die Höhe des Zusatzzolls richtet sich nach dem ‎entsprechenden Ursprungsland und kann variieren. Der Nachweis per IHK-UZ ist auch bei ‎Warenursprüngen „EU“ oder „Türkei“ (alternativ zur Exporteurserklärung oder LE) möglich.

Dies ist insbesondere dann‎ der Fall, wenn das liefernde Unternehmen keine Exporteurserklärung abgeben will, um z. B. die Hersteller nicht zu nennen oder, wenn der Hersteller nicht bekannt ist.

(Quelle: IHK Schwaben)