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Außenwirtschaftsbarometer Mittlerer Niederrhein

Außenwirtschaftsbarometer Mittlerer Niederrhein
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Die große Bedeutung des Auslandsengagements für die regionale Wirtschaft ist Anlass für die Veröffentlichung des Außenwirtschaftsbarometer Mittlerer Niederrhein. Diese Publikation erscheint jährlich. Sie misst die Entwicklung und Zielrichtung der Auslandsaktivitäten der Unternehmen am Niederrhein. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: Wie entwickelten sich die Exporte, in welchen Märkten haben sich die Unternehmen engagiert? Welche Branchen zeigten sich besonders aktiv? Wie stark und wo investierten die Firmen im Ausland? Und: Was sind ihre Motive?

Wesentliche Ergebnisse 2017

Die wesentlichen Ergebnisse des Außenwirtschaftsbarometer im Überblick:

  • Die Exportkraft der Region hat sich im letzten Jahr auf hohem Niveau erhöht. Mit einem Auslandsumsatz von 198.150 Euro pro Beschäftigten war sie erneut deutlich höher als in Nordrhein-Westfalen (NRW) und in Deutschland insgesamt. Die Exportintensität der niederrheinischen Unternehmen sichert damit weiterhin viele Arbeitsplätze in der Region.

  • Die hohe Exportkraft der Gesamtregion ist insbesondere auf die außenhandelsstarken Teilregionen Krefeld und Rhein-Kreis Neuss zurückzuführen, in denen sie im letzten Jahr besonders stark gestiegen ist. Dagegen ist sie im Kreis Viersen konstant geblieben, in Mönchengladbach sogar zurückgegangen.

  • Mit der chemischen Industrie, der Ernährungsindustrie, der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie dem Maschinenbau weisen vier industrielle Leitbranchen des Niederrheins die höchste Exportkraft auf. In der chemischen Industrie (71 Prozent) und im Maschinenbau (70 Prozent) wird zudem ein Großteil des Umsatzes im Ausland erzielt. Gemessen an der Exportquote sind diese Branchen am Mittleren Niederrhein internationaler aufgestellt als in Deutschland im Durchschnitt.

  • Mit über 50 Prozent ist die Exportquote der Region nicht nur höher als die des Landes NRW (43,6 Prozent), sondern auch als die des Bundes (47,9 Prozent). Aufgrund der hohen Internationalität der hiesigen Betriebe ist die Bedeutung wettbewerbsfähiger Standortbedingungen der Wirtschaft merklich höher als in anderen Regionen.

  • Die Unternehmen bewerten die weltwirtschaftlichen Risiken (Terror, Krieg, Protektionismus) zunehmend gelassener. So zeigten sie sich bezüglicher ihrer Absatzchancen im Ausland im Jahresverlauf 2016 wieder optimistischer. Entsprechend sehen im Frühsommer 2017 weniger Unternehmen (22 Prozent) die Auslandsnachfrage als Konjunkturrisiko, als noch vor einem Jahr (knapp 31 Prozent).

  • Für 92 Prozent der exportierenden Unternehmen ist die EURO-Zone ein wichtiger Absatzmarkt. Dies unterstreicht die Bedeutung des europäischen Binnenmarktes mit seinen Freiheiten für die regionale Wirtschaft. Aber auch die USA und China sind wichtige Exportziele. Daher könnte die Gefahr einer amerikanischen Marktabschottung die Wirtschaft am Niederrhein deutlich treffen. Positiv hingegen könnte sich Chinas zunehmender Eintritt für Freihandel auswirken.

  • Auslandsinvestitionen werden 2017 wieder vermehrt getätigt, um an anderen Standorten zu produzieren – sei es zur Kostenersparnis oder zur Markterschließung. Damit scheinen die Unternehmen durch Stärkung ihrer ausländischen Produktionskapazitäten auf den zunehmenden Protektionismus zu reagieren.