World Business Outlook der Auslandshandelskammern

World Business Outlook der Auslandshandelskammern
© AHK

Die deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) und die zu ihnen gehörenden Delegiertenbüros und Repräsentanzen haben im Frühjahr 2021 ihre Mitgliedsunternehmen zu ihren Geschäftserwartungen vor Ort befragt. Der "AHK World Business Outlook" gibt die Umfrageergebnisse von mehr als 4.500 Rückmeldungen zusammengefasst wieder.

41 Prozent der befragten Unternehmen sind aus der Industrie und dem Baugewerbe, 39 Prozent sind Dienstleister und 20 Prozent sind Handelsunternehmen. Kleinere Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern machen 52 Prozent der Antworten aus. 27 Prozent der Unternehmen beschäftigen 100 bis 1.000 Mitarbeiter. Große Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern haben einen Anteil von 21 Prozent der Befragten.

Kernaussagen

Die wesentlichen Ergebnisse der Frühjahrs-Befragung lauten verkürzt:

  • Ein Großteil der deutschen Unternehmen im Ausland hofft, die Verluste des vergangenen Jahres aufzuholen.
  • Fast jedes zweite der befragten Unternehmen erwartet eine bessere Konjunktur in den jeweiligen Ländern. Vor allem in China und Nordamerika gehen die deutschen Unternehmen von einer kräftigen Wirtschaftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten aus.
  • Mehr als die Hälfte der Unternehmen erwartet, dass sich auch die eigenen Geschäfte in den kommenden zwölf Monaten besser entwickeln.
  • Einige der Betriebe, die ihre Investitions- und Beschäftigungspläne im vergangenen Jahr auf Eis gelegt haben, wollen diese deshalb in diesem Jahr wieder hochfahren.
  • Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie stellen die Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen.
  • Probleme in der Lieferkette und der Logistik, fehlende Waren und Dienstleistungen sowie eigene Produktionsausfälle haben sich im Vergleich zur Vorumfrage sogar verschärft.
  • Auch müssen zahlreiche Unternehmen nach wie vor Investitionen streichen oder verschieben.
  • Unverändert bilden eine ausbleibende Nachfrage und Unsicherheit über wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen die größten Risiken für deutsche Betriebe im Ausland.
  • Deutlich an Bedeutung gewonnen haben der Fachkräftemangel sowie Energie- und Rohstoffpreise. Letztere sind im Vergleich zur Vorumfrage sprunghaft angestiegen und drücken auf die ohnehin schon angespannte Situation in der Produktion und den Lieferketten.