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Intrahandelsstatistik: Erhöhung der Meldeschwelle

Intrahandelsstatistik: Erhöhung der Meldeschwelle
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Jörg Schouren
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Für den Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union sind grundsätzlich keine Zollförmlichkeiten mehr vorgesehen. In die Außenhandelsstatistik der Bundesrepublik Deutschland werden die Wareneingänge aus anderen EU-Staaten bzw. die Warenversendungen in andere EU-Staaten erfasst. Dazu müssen die betroffenen Unternehmen Aufzeichnungen führen und diese an das Statistische Bundesamt übermitteln. Gemeint ist damit die Intrahandelsstatistik, die sowohl für Erwerbe als auch für Versendungen von den Unternehmen im monatlichen Rhythmus abzugeben ist.

Grundsätzlich ist jedes Unternehmen, dass Waren in andere EU-Staaten liefert oder aus anderen EU-Staaten Waren bezieht meldepflichtig. Allerdings müssen Unternehmen tatsächlich erst dann eine statistische Meldung abgeben, wenn der zugrunde liegende Umsatz innerhalb eines Kalenderjahres eine bestimmte Höhe überschreitet. Bislang liegt der kumulative Jahresumsatz bei Versendungen in andere EU-Staaten bei 500.000 Euro. Dieser Umsatzwert ist separat auch für Erwerbe aus anderen EU-Staaten zu berücksichtigen. Dadurch wird eine Vielzahl von in der Regel kleinen Unternehmen von der Meldung befreit.

Mit der Änderung der Außenhandelsstatistik-Verordnung ist die Meldeschwelle ausschließlich für Erwerbe (Wareneingänge) auf 800.000 Euro erhöht worden. Damit werden künftig weitere Unternehmen von der Abgabe der Intrastat-Meldungen befreit sein. Unternehmen, die derzeit die Intrastat-Meldung für Wareneingänge abgeben, sollten also zum Ende 2016 prüfen, ob sie unterhalb der neuen Meldeschwelle liegen. Denn dann brauchen sie in 2017 keine Meldung abzugeben.

Zu beachten ist, dass die Meldeschwelle für Versendungen in andere EU-Mitgliedsstaaten auch 2016 unverändert bei 500.000 Euro liegt.