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IHK zum „Klimabeitrag“: Versorgungssicherheit gefährdet

IHK zum „Klimabeitrag“: Versorgungssicherheit gefährdet
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Stand: 20.03.2015

„Die neuesten Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums für einen sogenannten ,nationalen Klimabeitrag‘ schaden Nordrhein-Westfalen im Allgemeinen und dem Niederrhein im Besonderen“, warnt Dr. Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Nach Plänen des Ministeriums sollen Kraftwerke, die älter als 20 Jahre sind und deren CO2-Ausstoß oberhalb einer Freibetragsgrenze liegt, zusätzliche CO2-Zertifikate abgeben. Das würde vor allem den Betrieb von Kohlekraftwerken in Zukunft unrentabel machen.

Die hiesigen Enegieunternehmen produzieren Strom aufgrund der natürlichen Gegebenheiten vor allem mit Braunkohle, die CO2-intensiver als andere Brennstoffe ist. „Diese Emissionen sind die Folge des nordrhein-westfälischen Beitrags zum nationalen Projekt Energiewende: Unsere Kraftwerke sichern die Versorgungssicherheit, die die Energiewende erst möglich macht“, so Porschen.

Entlang der Rheinschiene seien die Betriebe besonders stark auf eine sichere Energieversorgung angewiesen. Wegen der günstigen Stromkosten haben sich dort in der Vergangenheit viele energieintensive Unternehmen angesiedelt. „Preislich sind sie schon ins Hintertreffen geraten“, sagt Porschen. „Wenn die sicheren fossilen Kraftwerke unrentabel gemacht werden, dann geht das auf Kosten der Versorgungssicherheit.“