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Querdenken erwünscht

Querdenken erwünscht
© IHK Mittlerer Niederrhein

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Yvonne Hofer
Yvonne Hofer

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41460 Neuss

Stand: 12.07.2017

Sind Roboter die Kindermädchen der Zukunft? Kann ein Unternehmen durch Scheitern zum Erfolg geführt werden? Und wie kann ein Unternehmen ohne großen Aufwand potenzielle Kunden kennenlernen? Das sind nur einige Fragen, die zum Querdenken anregen sollten. Unter diesem Motto hatten die Innovationspartner Niederrhein zu ihrer Auftaktveranstaltung in den Campus Fichtenhain in Krefeld eingeladen. Das Bündnis Innovationspartner Niederrhein ist ein Zusammenschluss von Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsförderungen und Hochschulen in der Region. Sie verfolgen das Ziel, Firmen dabei zu unterstützen, aus neuen Technologien marktreife Produkte zu machen.

„Mit dieser Veranstaltung wollen wir zeigen, wie wichtig Innovationsfähigkeit für unsere Region ist und wie wir die Zukunft insbesondere von kleinen und mittleren Unternehmen mitgestalten können“, sagte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein.

Der Aufforderung zum Querdenken waren gleich zum Auftakt mehr als 100 Teilnehmer gefolgt. Sie lauschten gebannt fast drei Stunden lang, was Experten, Trendforscher, Unternehmer und kreative Köpfe von ihren Erfolgen aber auch Misserfolgen und Herausforderungen rund um das Thema Innovation berichteten. Einen Überblick über die wichtigsten Innovationen der Zukunft – bezogen auf die kommenden 260 Wochen – gab der Wuppertaler Unternehmer Jörg Heynkes. Dabei nannte er beispielsweise den 3D-Druck, Schwarmmobilität, intelligente Textilien und sein Lieblingsthema: künstliche Intelligenz und humanoide Robotik. Heynkes ist Eigentümer der Firma Entrance, die wiederum den inzwischen berühmten Roboter Pepper besitzt. „In 260 Wochen werden diese Roboter alltäglich sein, beim Staubsaugen, als Kindermädchen, Butler, Coach und vieles mehr“, prophezeit Heynkes. Kreativität, Innovation und Akrobatik – all das zeigte Christoph Rummel, der während seines Vortrags über die Bedeutung von Kreativität und Komplexität Jonglage auf höchstem Niveau zeigte.

Wie wichtig Kreativität und Engagement der Mitarbeiter für Unternehmen sind, darüber sprach Stephan Rahn, General Manager Unternehmenskommunikation der 3M Deutschland GmbH. „Entscheidend ist dabei eine Unternehmenskultur, die auf Vertrauen setzt, denn Kreativität und Engagement lassen sich nicht verordnen.“ Auf Stärken bauen, Talente entdecken, Potenziale optimal einsetzen, Kooperation und Teamarbeit, das seien die wichtigsten Elemente einer Innovationskultur. „Wirkliche Toleranz zahlt sich aus, besonders, wenn jemand Fehler macht. Die Angst vor Fehlern ist der größte Leistungskiller“, mahnte Rahn.

Verena Heinrichs hingegen wollte den Zuhörern „die Angst vor Innovation“ nehmen. Die Geschäftsfeldleiterin Social Media Intelligence innerhalb der PRS Technologie GmbH in Aachen warnte zugleich auch vor „zu viel Querdenken“ und zeigte dafür auch Beispiele. Etwa den Fast-Food-Konzern, der auf Bioware umstellen wollte und schon nach kurzer Zeit die Neuerungen wieder von der Karte nahm. „Bio im Fast-Food-Restaurant wollen die Leute nicht“, so Heinrichs. „Unternehmen müssen gar nicht so weit gehen, ein bisschen Nachdenken reicht oft schon.“ Dazu müssten Betriebe ihre potenziellen Kunden richtig kennenlernen. „Das geht ohne großen Aufwand – die Kunden erledigen das für Sie“, sagte Heinrichs und verwies auf die Möglichkeit einer Social-Media-Analyse. „Was die Leute in den Sozialen Medien alles schreiben, daraus lassen sich innovative und effektive Ideen für neue Produkte entwickeln.“

Ein neues Produkt hat vor einigen Jahren auch Peter Kowalsky entwickelt: die Biolimonade „Bionade“. Doch der Gründer und Unternehmer sprach vor allem über das Scheitern, denn der Weg zum Erfolg war holprig und endete schließlich darin, dass der studierte Brauereiingenieur 2012 sein eigenes Unternehmen verlassen hat. Inzwischen macht er wieder etwas Neues, wieder ist es ein Trendgetränk, das fit machen und die Konzentration steigern soll. „Ich glaube daran, dass in jedem von uns etwas steckt, was noch nicht wach gekitzelt worden ist.“

Für dieses „Wachkitzeln“ ist Carina Klebe zuständig. Die Projektkoordinatorin der neu gegründeten Innovationspartner Niederrhein sieht es als ihre Aufgabe, insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen ein ganzheitliches Angebot zu machen. Klebe: „Wir wollen beraten, helfen, unterstützen und informieren, wenn es um die Umsetzung von Ideen geht oder darum, Forschungsprojekte zu starten und Förderprogramme zu nutzen.“

Mehr Infos zum Projekt „Innovationspartner Niederrhein“ gibt es bei Carina Klebe, Tel. 02131 9268-542, E-Mail: klebe@neuss.ihk.de oder online unter www.innovationspartner-niederrhein.de.


Bildunterschrift:
Die Innovationspartner Niederrhein: Axel Schaefers (Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen mbH), Susanne Hoß (Niederrheinische IHK Duisburg Wesel Kleve zu Duisburg), Dr. Gerhard Heusipp (Hochschule Rhein-Waal), Carina Klebe (Projektkoordinatorin Innovationspartner Niederrhein), Michael Bahrke (WFMG – Wirtschaftsförderung Mönchengladbach GmbH), Karlheinz Pohl (Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein GmbH, stehend von links) und Marleen Albert (WFG Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH), Elke Hohmann (IHK Mittlerer Niederrhein), Dr. Antje Hambitzer (Hochschule Niederrhein) und Madita Beeckmann (Wirtschaftsförderung Rhein-Kreis Neuss, sitzend von links.)