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Tourismusregion Niederrhein

Tourismusregion Niederrhein
© IHK Mittlerer Niederrhein

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Carmen Granderath
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Stand: 25.10.2017

„Ist es nicht wirklich schön hier am Niederrhein?“ Mit dieser Frage hat Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, das IHK-Forum: „Tourismusregion Niederrhein – es geht nur gemeinsam“ eröffnet. Dazu hatten die IHK Mittlerer Niederrhein und die Niederrheinische IHK Duisburg – Wesel- Kleve zu Duisburg in den Hugo Junkers Hangar in Mönchengladbach eingeladen.

Wie attraktiv die Touristen den Niederrhein finden, erläuterte Steinmetz anhand von Zahlen: „Der Niederrhein belegt bei der Tourismusintensität, das sind die Übernachtungen je 1.000 Einwohner im Jahr, im Wettbewerb mit den elf Regionen in NRW den vorletzten Platz.“ Die Entwicklung der Übernachtungszahlen sei zwar gut. Aber der Zuwachs von 3,5 Prozent liege immer noch unterhalb des NRW-Durchschnitts von 5,6 Prozent. Und bei der Bettenauslastung belegt der Niederrhein unter allen Rheinland-Regionen den letzten Platz. „Wenn man sich diese Fakten anschaut, liegt der Verdacht nahe, dass wir gemeinsam mehr erreichen könnten, wenn die Kommunen noch großräumiger zusammenarbeiten und die Tourismusregion Niederrhein aus einer Hand vermarktet wird“, betonte der IHK-Hauptgeschäftsführer. Deshalb plädiert die IHK dafür, dass sich die Kreise Wesel, Kleve, Viersen und Heinsberg, die bereits zusammenarbeiten, mit den Städten Krefeld und Mönchengladbach sowie dem Rhein-Kreis Neuss, die sich derzeit jeweils alleine vermarkten, zusammenschließen.

Über die Erfolgsfaktoren und Hemmnisse einer solchen kommunalen Zusammenarbeit referierte Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Direktor des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste. „Sie verschenken Wettbewerbsvorteile, wenn Sie nicht kooperieren“, warnte der Tourismusexperte. Gleichzeitig machte er keinen Hehl daraus, dass der Weg mitunter steinig ist. „Sie brauchen für die Destination Niederrhein die Erkenntnis, dass der Weg dorthin schwer ist, aber notwendig. Und Sie benötigen Geld und Geduld.“

Das bestätigte Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH, der den Weg der Eifel-Region zu einer Marke skizzierte. „Wir haben zweieinhalb Jahre hin zur Marke gebraucht“, berichtete er. Inzwischen habe es die Eifel aber geschafft, die bekannteste touristische Destination in NRW zu werden. „Starten Sie, denn jeder Tag ist ein verlorener Tag.“

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass sich ein Marketing für die gesamte Region lohnen würde. „Wir haben jetzt das Projekt ‚Local Emotion am Niederrhein‘ gestartet, und es ist sehr gut, dass daran auch die Städte Krefeld und Mönchengladbach beteiligt sind“, erklärte Martina Baumgärtner, Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH, bei der Podiumsdiskussion, an der Prof. Dr. Bernd Eisenstein, Klaus Schäfer, Dr. Heike Döll-König, Geschäftsführerin Tourismus NRW e.V., Andras Graf, Dehoga-Vorsitzender Mönchengladbach, und IHK-Geschäftsführer Andree Haack teilnahmen. „Vor allem müssen zunächst die Ziele einer Zusammenarbeit vereinbart sein, bevor über eine Veränderung der Strukturen oder Organisationsformen nachgedacht werden kann“, erläuterte Döll-König. „Und erste Voraussetzung muss sein, dass alle Beteiligten wollen“, ergänzte Schäfer.

In seinem Schlusswort appellierte Jürgen Steinmetz vor allem auch an die politischen Vertreter im Publikum: „Es bedarf eines klaren Signals aus der Politik. Wir wünschen uns, dass die Chancen, die vorhanden sind, gemeinsam stärker genutzt werden. Dafür wollten wir heute einen Impuls setzen.“

Bildunterschrift:

Diskutierten über die Zukunft der Tourismusregion Niederrhein (v.l.): Jürgen Steinmetz (IHK-Hauptgeschäftsführer), Dr. Heike Döll-König (Geschäftsführerin Tourismus NRW e.V.), Klaus Schäfer (Geschäftsführer Eifel Tourismus GmbH), Andreas Graf (Dehoga-Vorsitzender Mönchengladbach), Martina Baumgärtner (Geschäftsführerin der Niederrhein Tourismus GmbH) und Prof. Dr. Bernd Eisenstein (Direktor des Instituts für Management und Tourismus der Fachhochschule Westküste). Foto: IHK