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"Ausbildungsbotschafter"

"Ausbildungsbotschafter"
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Yvonne Hofer
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Dorothee Schartz
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Stand: 04.06.2018

Die Initiative „Ausbildungsbotschafter“ der Ausbildungs-GmbH der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein ist im Kammerbezirk seit über zwei Jahren sehr erfolgreich. Das Besondere: Als Ausbildungsbotschafter berichten Azubis in allgemeinbildenden Schulen über ihren Weg in den Ausbildungsberuf, den beruflichen Alltag und ihre Aufstiegschancen. Mehr als 200 Ausbildungsbotschafter wurden in dieser Zeit geschult. Bisher kamen allerdings Geflüchtete zu kurz, die zum Teil noch gar keine Kenntnisse über die Duale Ausbildung haben.

„Gerade für die Geflüchteten, die sich hier in den internationalen Förderklassen darauf vorbereiten, einen Weg ins deutsche System der Bildung und Ausbildung zu finden, ist die Duale Ausbildung oftmals noch ein Buch mit sieben Siegeln“, weiß Dorothee Schartz, die das Projekt bei der IHK Ausbildungs-GmbH betreut. Die Fragen und Unsicherheiten bei den Geflüchteten seien zum Teil ganz andere, als bei einem Schüler, der in Deutschland aufgewachsen ist. Viele Flüchtlinge meinen, ohne ein Studium sei die Aufnahme einer qualifizierten Tätigkeit nicht möglich, da die Duale Ausbildung in ihrem Herkunftsland nicht existiert. So sei auch nicht bekannt, wie exzellent die Karrierechancen in Deutschland nach einer Ausbildung sind. Schartz: „Ein Ausbildungsbotschafter stößt da rasch an seine Grenzen, da er diese Probleme nicht nachvollziehen kann. Deshalb freuen wir uns, dass wir jetzt erstmals Geflüchtete zu Botschaftern schulen konnten, die den Eintritt in die Ausbildung hier in Deutschland geschafft haben.“

Mit diesen Ausbildungsbotschaftern will die IHK gezielt in die internationalen Förderklassen gehen, um den Schülerinnen und Schülern dort zu zeigen, wie der Weg in den Beruf funktionieren kann, aber auch, welche Fallstricke lauern. „Natürlich besteht das gewohnte Angebot an Ausbildungsbotschaftern für die allgemeinbildenden Schulen weiterhin“, sagt Dorothee Schartz, „zusätzlich können wir aber jetzt auch Anfragen der Berufskollegs mit internationalen Förderklassen berücksichtigen.“

Ausbildungsbetrieben und Schulen steht Dorothee Schartz von der IHK Ausbildungs-GmbH am Montag, 11. Juni, von 13.30 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 02151 635-367 für alle Fragen rund um das Projekt zur Verfügung.

Das Projekt Ausbildungsbotschafter wird realisiert mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.