Broschüre informiert über "Konjunkturrisiko Nummer eins"

Broschüre informiert über "Konjunkturrisiko Nummer eins"
© IHK Mittlerer Niederrhein

Stand: 28.06.2018

Der Fachkräftemangel ist das Konjunkturrisiko Nummer eins in der Metropolregion Rheinland. In den kommenden Jahren werden vor allem Fachkräfte mit einer Dualen Ausbildung fehlen. Das belegen Konjunkturumfragen, in denen die sieben Industrie- und Handelskammern (IHKs) der IHK-Initiative Rheinland (Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln, Duisburg-Wesel-Kleve, Wuppertal-Solingen-Remscheid und Mittlerer Niederrhein) ihre Mitgliedsunternehmen dreimal im Jahr nach ihrer voraussichtlichen Geschäftsentwicklung fragen. Auf diesen Daten basierend hat die Initiative jetzt den Fachkräftereport „Gemeinsam für Fachkräfte im Rheinland“ veröffentlicht. Darin ist auch der IHK-Fachkräftemonitor zu finden, in dem über Branchen und Berufe informiert wird, in denen Fachkräfte fehlen oder den Prognosen zufolge besonders knapp werden.

„Mit diesem Report wollen wir Wirtschaft und Politik für das Thema sensibilisieren“, sagt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Auch unsere Mitgliedsunternehmen in Krefeld, Mönchengladbach, im Kreis Viersen und im Rhein-Kreis Neuss spüren den Fachkräftemangel massiv.“ Prognostiziert werden schon für das Jahr 2018 knapp 20.000 nicht zu besetzende Stellen für „beruflich Qualifizierte“ in allen Branchen, ein Engpass von 5,1 Prozent. Für das Jahr 2030 liegt die Zahl schon bei geschätzten 53.000 (15,6 Prozent). Fachkräfte aus Mechatronik und Automatisierungstechnik, Forschung und Entwicklung sowie Bau, Architektur und Vermessung werden besonders gefragt sein.

„Die Gegenmittel sind bekannt: Qualifizierung, Flexibilisierung und Integration“, so Steinmetz. Deshalb werden den Unternehmen in der Broschüre zahlreiche Anregungen gegeben, wie sie qualifizierte Mitarbeiter finden, ausbilden, frühzeitig Personal entwickeln und gute Fachkräfte an das eigene Unternehmen binden können. Steinmetz: „Allerdings geht dies nicht ohne geeignete politische Rahmenbedingungen. Deshalb erhält die Politik mit diesem Fachkräftereport eine solide Basis, um das System der Dualen Berufsausbildung zu stärken.“

Weitere Informationen zum Report „Gemeinsam für Fachkräfte im Rheinland“ sowie generell zur Fachkräfteberatung für Unternehmen gibt es bei Birgit Terschluse unter Tel. 02151 635-325 oder per E-Mail (terschluse@krefeld.ihk.de).

Downloads