Guter Zugang zur Fremdfinanzierung

Guter Zugang zur Fremdfinanzierung
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Stand: 25.05.2018

Die Konjunktur läuft auf Hochtouren, und die Unternehmen nutzen den Aufschwung dazu, ihre Geschäfte auszubauen und in ihre Standorte zu investieren. Dies ist das Ergebnis einer akutellen Umfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein, an der sich rund 350 Betriebe aus der Region beteiligt haben. Die Zeit für eine Kreditfinanzierung könnte dabei momentan nicht besser sein. „Die langanhaltend niedrigen Zinsen führen dazu, dass die Banken ihre Kreditgeschäfte ausgeweitet und den Zugang zur Kreditfinanzierung verbessert haben“, erklärt Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. „Beide Faktoren spielen den Unternehmen aktuell in die Hände.“ Dies gilt allerdings nicht für die Finanzierung von Geschäften, die von US-Sanktionen betroffen sind, wie beispielsweise Teile des Russlandsgeschäfts und künftige Geschäfte mit dem Iran.

56 Prozent der Unternehmen benötigen aktuell Fremdkapital. Mit 64 Prozent ist der Anteil im Produzierenden Gewerbe am höchsten. Aufgrund gut gefüllter Auftragsbücher möchten viele Industrieunternehmen in ihre Produktionskapazitäten investieren. Bei den Handelsunternehmen sind es mit 59 Prozent etwas weniger Betriebe, die Bedarf anmelden. Bei den Dienstleistern benötigt immerhin rund jede zweite Firma Fremdkapital.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen in der Region Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein hat keine Probleme beim Zugang zur Fremdfinanzierung. „Die größte Zufriedenheit melden die Dienstleister“, so Steinmetz. „66 Prozent von ihnen berichten von einem guten Zugang, weitere 20 Prozent sind zumindest zufrieden.“

Schwierigkeiten bei der Kreditaufnahme vermelden lediglich 10 Prozent der Betriebe. Bei den Dienstleistern sind es 11 Prozent und beim Produzierenden Gewerbe 6 Prozent. Nur 2 Prozent der Antragsteller haben kein Fremdkapital erhalten.