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Herbsttour mit dem Konsularischen Korps

Herbsttour mit dem Konsularischen Korps
© IHK Mittlerer Niederrhein

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Stand: 08.11.2018

Die Baustelle einer der größten Getreidemühlen Europas und das hochmoderne neue Zentrallager einer international agierenden Baumarktkette – die diesjährige Herbsttour des Konsularischen Korps bot spannende Eindrücke vom Wirtschaftsstandort Krefeld. Bereits zum elften Mal hatte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein internationale Repräsentanten zu einem Besuch am Niederrhein eingeladen, in diesem Jahr gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Krefeld. 48 Teilnehmer aus 20 Nationen – darunter die USA, Spanien, Frankreich, Kanada, Japan, Kuba und Indonesien – waren der Einladung gefolgt und besuchten das Europa-Zentrallager der Baumarktkette Bauhaus und die Baustelle der Castellmühle des Unternehmens GoodMills im Krefelder Hafen.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, begrüßte die Teilnehmer: „Der Krefelder Hafen ist als Umschlagplatz und Industriestandort von großer Bedeutung für unsere Region. Hier haben sich eine ganze Reihe renommierter und innovativer Unternehmen aus verschiedenen Branchen niedergelassen.“

Torsten Winter, Leiter Gesamtlogistik der Baumarktkette Bauhaus, unterstrich die Bedeutung der Lage am Hafen für sein Warenlager: „70 Prozent der Produkte, die wir umschlagen, kommen über den Rhein aus Rotterdam, Antwerpen oder anderen Häfen.“ Das Bauhaus-Zentrallager für Europa wurde 2016 in Betrieb genommen. 45 Millionen Euro hatte das Unternehmen in den Neubau mit 63.000 Quadratmetern Betriebsfläche investiert. 300 Menschen sorgen nun in Krefeld dafür, dass die 270 Bauhaus-Stores in 19 europäischen Ländern mit Ware versorgt werden.

Auch für den Mühlenbetreiber GoodMills war die Nähe zum Rhein ein entscheidender Faktor, Krefeld den Zuschlag für die Investition in einen neuen Mühlenstandort zu geben. „2020 wird im Krefelder Hafen eine der modernsten und größten Getreidemühlen Europas in Betrieb gehen“, erklärte Werksleiter Wolfgang Gruber. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren. Mit der Inbetriebnahme der Krefelder Mühle wird – nach einer Übergangsphase – die Kölner Mühle von GoodMills im Hafen Deutz stillgelegt. Für den Kölner Produktionsstandort sieht das Unternehmen keine Zukunft mehr, da die Stadt Köln in dem betreffenden Areal Wohn- und Büronutzungen einer industriellen Nutzung vorzieht.

Dass die Nutzung des Krefelder Areals als Mühlenstandort in gewisser Weise Tradition ist, zeigte der anschließende Vortrag von Dr. Jennifer Morscheiser, Leiterin des Museums Burg Linn: Archäologische Grabungen förderten dort neben einer Vielzahl sensationeller Funde auch einen antiken Mühlstein zutage. Unter anderem entdeckten die Archäologen auf dem Baustellengelände früheisenzeitliche Grabhügel und Urnengräber (etwa 800 bis 450 v. Chr.) sowie Reste der sogenannten Bataverschlacht (69 n. Chr.). Morscheiser lobte die große Unterstützung der Grabungen durch das Unternehmen. „Das ist nicht selbstverständlich, denn für manche Investoren sind archäologische Funde genauso ärgerlich wie Giftmüll im Boden.“

Beim abschließenden Abendessen bedankte sich Oberbürgermeister Frank Meyer für das große Interesse der Diplomaten am Standort Krefeld: „Eine Vielzahl internationaler Unternehmen hat sich bei uns niedergelassen, manche sind schon seit Jahrzehnten vor Ort.“ Die Exportquote der Region betrage 50 Prozent. „Diese Zahl alleine verdeutlicht, wie wichtig es für uns ist, internationale Kontakte zu pflegen und weltweit wahrgenommen zu werden.“

Bart Vandeputte, Präsident des Clubs der Wirtschaftsräte und -konsuln NRW sowie Wirtschafts- und Handelsattaché des Königreichs Belgien, unterstrich die interessanten Einblicke: „Wir haben Krefeld und seinen Hafen als logistisch interessanten Standort mit vielen Vorzügen erlebt. Wir werden für die Stadt und die Region Niederrhein werben.“

Bildtext: Gäste aus 20 Nationen waren der Einladung zur IHK-Herbsttour gefolgt und besuchten unter anderem das Europa-Zentrallager von Bauhaus im Krefelder Hafen.  Foto: IHK