IHK appelliert an die Kohlekommission

IHK appelliert an die Kohlekommission
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Stand: 17.09.2018

Die IHK Mittlerer Niederrhein appelliert an die Mitglieder der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, auf voreilige Festlegungen zur Zukunft des Rheinischen Reviers und des Endes der Braunkohleverstromung zu verzichten. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte am Wochenende berichtet, dass Ronald Pofalla, einer der Vorsitzenden der sogenannten „Kohlekommission“, mit dem Bundesumweltministerium und dem Bundeskanzleramt einen Ausstiegsfahrplan für die Braunkohleverstromung mit einem Enddatum zwischen 2035 und 2038 abgestimmt hätte.

Die Kommission war im Juni von der Bundesregierung eingesetzt worden. Bis Ende 2018 soll dieses Gremium erarbeiten, wie die Klimaschutzziele erreicht werden können und unter welchen Bedingungen eine schrittweise Reduzierung und ein Ausstieg aus der Kohleverstromung möglich sind.  „Die Arbeit der Kommission ist für unsere Region von herausragender Bedeutung, weil die Unternehmen am Niederrhein wesentlich energieintensiver sind als im bundesdeutschen Durchschnitt“, betont Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein. Ein Gutachten der im Rheinland betroffenen Industrie- und Handelskammern hat belegt, dass in der Region komplette Industriezweige mit allen vor- und nachgelagerten Verarbeitungsschritten von einer sicheren Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen abhängig sind. „Deshalb müssen alle Entscheidungen, die diese wichtigen Industrien und ihre Arbeitsplätze betreffen, sorgfältig abgewogen werden“, erklärt Steinmetz.