IHK stellt der Regierungspräsidentin den Krefelder Hafen vor

IHK stellt der Regierungspräsidentin den Krefelder Hafen vor
© IHK Mittlerer Niederrhein

Stand: 18.04.2018

Es ging um Zukunftsinvestitionen und eine logistische Erfolgsstory auf der einen, aber auch um Entwicklungshemmnisse und Infrastrukturengpässe auf der anderen Seite: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein hatte Birgitta Radermacher, Regierungspräsidentin im Regierungsbezirk Düsseldorf, zu einer Tour durch den Krefelder Hafen mit Vertretern der Stadt, der Hafen Krefeld GmbH & Co. KG, der Neuss Düsseldorfer Häfen und der Industrievereinigung Uerdingen eingeladen. „Die besondere Verknüpfung der drei Verkehrsträger Straße, Schiene und Binnenwasser führt zu großer Nachfrage nach Neuansiedlungen – diese sind im Hafenbereich aus ökonomischer und ökologischer Sicht auch sinnvoll“, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz zur Begrüßung. „Allerdings fehlt es an Wachstumsmöglichkeiten und an der notwendigen Erschließungsinfrastruktur.“

Infrastruktur und Erreichbarkeit – dass diese Themen für die Unternehmen am Hafen von entscheidender Bedeutung sind, machte die Krefelder Delegation der Regierungspräsidentin am Beispiel der Debatte um die Drehbrücke deutlich. Das denkmalgeschützte Bauwerk ist nur einspurig befahrbar. Zur Entlastung dieses Engpasses und zur Erschließung des Hafengeländes insgesamt wird von Seiten der Unternehmen schon seit Jahren eine weitere Anbindung des Hafens gefordert. „Die Situation ist nicht ideal“, betonte Steinmetz.

Bei der Tour durch den Hafen wurde der Regierungspräsidentin eine ganze Reihe von Neuansiedlungen, zum Beispiel die Niederlassung des Schwertransport-Spezialisten Felbermayr, vorgestellt. „Der Krefelder Hafen ist für die Maschinenbauer am Niederrhein von existenzieller Bedeutung, hier werden tonnenschwere Anlagen auf Schiffe verladen und zu den Kunden gebracht“, erläuterte Andreas Hamm von den Neuss Düsseldorfer Häfen. „Umso wichtiger ist es, dass die Schwerlastverkehrsrouten aus den Städten der Region zum Hafen nicht durch bauliche Veränderungen der Kommunen gefährdet werden“, ergänzte Wolfgang Baumeister, Leiter des Bereichs Verkehr der IHK Mittlerer Niederrhein.

Mit dem geplanten neuen Hafenbahnhof stellten die Hafenbetreiber Birgitta Radermacher eine der wichtigsten Investitionen für die Zukunft vor. Die Trimodalität des Hafens – die Verknüpfung von Schiene, Straße und Binnenschiff – hat wesentlich zu seinem enormen Wachstum in den vergangenen Jahren beigetragen. Um sie weiter zu stärken, plant die Hafen Krefeld GmbH den Bau eines neuen Hafenbahnhofs. Das ideale Areal dafür ist bereits gefunden. Durch diese Investition hofft der Hafenbetreiber, künftig noch mehr Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

Beim Besuch des Container-Terminals wurde der Regierungspräsidentin erläutert, dass der Denkmalschutz die Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Der Boom des Hafens führt dazu, dass Container-Stellplätze knapp werden. Gleichzeitig blockiert eine alte, denkmalgeschützte Lagerhalle, die heute nicht mehr sinnvoll genutzt werden kann, wertvolle Flächen für die weitere Entwicklung des Terminals.

Radermacher bedankte sich zum Abschluss der Tour bei ihren Gastgebern für die Eindrücke und Informationen. „Die Leistungsfähigkeit des Hafens und seiner Unternehmen ist beeindruckend“, sagte sie. „Ich unterstütze Sie bei der Lösung Ihrer Probleme – soweit es in meiner Macht steht.“ Die Regierungspräsidentin und der IHK-Hauptgeschäftsführer verabredeten, den Dialog fortzusetzen und sich gemeinsam für die Interessen des Hafens einzusetzen.

Bildtext: Sie trafen sich zur Hafentour (v.l.): Martin Linne (technischer Beigeordneter der Stadt Krefeld), Elisabeth Lehnen (Geschäftsführerin Hafen Krefeld GmbH & Co. KG), Jürgen Steinmetz (Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein), Lothar Krenge (Vorsitzender des Ausschusses Verkehr und Logistik der IHK Mittlerer Niederrhein), Birgitta Radermacher (Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Düsseldorf) und Frank-W. Dreisörner (Vorsitzender der Industrievereinigung Uerdingen).         Foto: IHK