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IHKs überreichen "Rheinischen Appell"

IHKs überreichen "Rheinischen Appell"
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Lutz Mäurer
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Stand: 23.10.2018

Die Industrie- und Handelskammern Mittlerer Niederrhein, Köln und Aachen richten einen „Rheinischen Appell“ an die Kommission „Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung“. Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Michael F. Bayer, Hauptgeschäftsführer der IHK Aachen, und Dr. Ulrich S. Soénius, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, überreichen ihn der Kommission am Mittwoch im Kreishaus des Rhein-Erft-Kreises in Bergheim. Zudem werden die IHKs der Kommission die Studie „Die Bedeutung des Wertschöpfungsfaktors Energie in den Regionen Aachen, Köln und Mittlerer Niederrhein“ vorstellen, die von den Industrie- und Handelskammern (IHKs) der Region beim Institut Frontier Economics in Auftrag gegeben worden war.

„Die rund 300.000 IHK-Mitgliedsunternehmen und rund 1,8 Millionen Beschäftigten in unserer Region sorgen für Wirtschaftskraft, Beschäftigung und Wohlstand nicht nur hier bei uns vor Ort, sondern auch in Nordrhein-Westfalen und in ganz Deutschland“, erklärt Bayer. „Weil wir mit unseren zahlreichen energieintensiven Unternehmen im Rheinischen Revier von den Beschlüssen der Kommission besonders betroffen sein werden, richten wir unseren Appell an ihre Mitglieder.“

Deutschlandweit sind knapp 325.000 Arbeitsplätze direkt oder indirekt von der energieintensiven Industrie abhängig. Alleine im Rheinischen Revier sind es 125.000 Beschäftigte mit ihren Familien. „Unsere Unternehmen befürworten die Energiewende und den Klimaschutz. Sie sehen darin sogar Chancen für die Wirtschaft vor Ort“, sagt Steinmetz. „Allerdings müssen dafür die Voraussetzungen geschaffen werden, damit eine sichere Stromversorgung rund um die Uhr und stabile, wettbewerbsfähige Strompreise gewährleistet sind.“ Das heißt: „Wir benötigen den Ausbau von regenerativen Energien. Entsprechend müssen Stromtrassen verlegt und Speicher errichtet werden. Nur dann können wegfallende Kapazitäten ersetzt werden.“

Eine weitere Forderung bezieht sich auf den Strukturwandel, der auf unsere Region zukommen wird. „Wir benötigen ein Konzept, das aufzeigt, wie die wirtschaftliche Zukunft in den Revieren aussehen soll – und vor allem, wie aus den Plänen Realität wird“, sagt Soénius. Wichtig seien dafür Sondergesetze und verkürzte Verfahren in der Planung, Bewilligung und Umsetzung von Projekten. Nur dann könnten erforderliche Investitionen auf den Weg gebracht werden. Das heißt: „Vorfahrt für den Strukturwandel. Vor einem Ausstieg aus der Braunkohle muss die Politik die Rahmenbedingungen für einen nachhaltigen Strukturwandel in den betroffenen Revieren schaffen.“

Die Ausgangsbedingungen für den Strukturwandel sind in den Revieren unterschiedlich. „Deshalb müssen Lösungen gemeinsam mit den unterschiedlichen Akteuren in den jeweiligen Regionen entwickelt werden“, sagt Bayer. Das heißt: „Für das Rheinische Revier bieten sich die Industrie- und Handelskammern als konstruktive Partner für die Entwicklung einer Zukunftsperspektive an, die eine sichere, wettbewerbsfähige und umweltverträgliche Energieversorgung sicherstellt und einen erfolgreichen Strukturwandel ermöglicht.“

Steinmetz, Bayer und Soénius sind davon überzeugt, dass eine nachhaltige Entwicklung der Wirtschaftsregion nur dann möglich ist, wenn die Kommissionsmitglieder die Positionen der IHKs berücksichtigen.





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