Chancen in Südafrika

Chancen in Südafrika
© IHK Mittlerer Niederrhein

Stand: 21.03.2019

Informations- und Kommunikationstechnologie, Fahrzeugbau, Energieerzeugung, Abwassermanagement und Bergbau – das sind einige Bereiche, die Südafrika mit Hilfe deutscher Unternehmen weiterentwickeln will. Bei einem Besuch der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein – der nordrhein-westfälischen Schwerpunktkammer für Südafrika – warb der südafrikanische Boschafter Phumele Stone Sizani dafür, diese Chancen zu nutzen. „Mehr als 650 deutsche Unternehmen haben bereits in Südafrika investiert“, sagte Sizani. „Wir möchten, dass sich noch mehr Unternehmen aus Deutschland engagieren.“ Mit Blick auf die anstehenden Parlamentswahlen in Südafrika im Mai betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz: „Wir begrüßen die aktuellen Anstrengungen in Südafrika, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder zu verbessern, und unterstützen das Anliegen des Botschafters, mit deutschen Technologien und Dienstleistungen den Wiederaufschwung des Landes zu fördern.“ Mit Sorge betrachtet Steinmetz die im aktuellen Wahlkampf geführte Debatte, die Möglichkeit einer Landenteignung ohne Kompensation in der Verfassung festzuschreiben. „Gesicherte Eigentumsrechte sind Grundvoraussetzungen für Investitionen“, sagte Steinmetz.

Bei seinem Besuch am Niederrhein machte der Botschafter auch Station beim Krefelder Textiltechnologieanbieter Verseidag-Indutex. Das zur Kleinewefers/Jagenberg-Gruppe Unternehmen hat die Stadien der Fußball-WM 2010 in Johannesburg und Kapstadt mit Dächern und Fassaden aus beschichteten Glasfasermembranen ausgestattet. „Dach und Membran des Johannesburger Stadions sind in den rot-braunen Farben der südafrikanischen Landschaft gestaltet“, erklärte Verseidag-Geschäftsführer Markus Simon. „Dieser Wunsch der Auftraggeber war eine Herausforderung, der wir uns gerne gestellt haben.“ Die Fußballarenen in Johannesburg und in Kapstadt gelten architektonisch als Hingucker und Besuchermagneten. Auf Interesse des südafrikanischen Gastes aus Berlin stießen auch die Verseidag-Produkte für den Biogasanlagenbau und den ballistischen Personenschutz.

Bildtext: Der Südafrikanische Botschafter Phumele Stone Sizani (2.v.l.) wurde von IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz (3.v.l.) und Markus Simon (l.) und Henric Leuer von Verseidag-Indutex begrüßt.

Foto: IHK