Krefeld braucht einen Wirtschaftsdezernenten

Krefeld braucht einen Wirtschaftsdezernenten
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Stand: 27.11.2019

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und die Industrie-Vereinigung Krefeld-Uerdingen und Rheinhafen empfehlen der Stadt Krefeld, die Position eines Dezernenten für Wirtschaft und Digitales zu schaffen. „Wir sehen ein großes Potenzial in der Krefelder Verwaltung: Es könnte ein Beigeordneter eingesetzt werden, der sich prioritär um die Belange der Unternehmen kümmert“, heißt es in einem Schreiben von IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz und Industrie-Vereinigungs-Vorsitzendem Frank-Werner Dreisörner an Oberbürgermeister Frank Meyer. „Mit dem Aktionsplan Wirtschaft für Krefeld haben wir uns gemeinsam aufgemacht, die Rahmenbedingungen für Unternehmen am Standort Krefeld weiter zu verbessern.“ Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Wirtschaftsfreundlichkeit der Verwaltung. Dafür sei die Schaffung der Wirtschaftsdezernenten-Position ein wichtiger Schritt.

„Bei der mittelfristigen Haushaltsplanung setzt die Stadt Krefeld verstärkt auf Gewerbesteuerzahlungen der Wirtschaft“, heißt es in dem Schreiben. „Um hohe Gewerbesteuereinnahmen zu erzielen, sind gute Rahmenbedingungen für Unternehmen eine zentrale Voraussetzung.“ Daher brauche Krefeld einen „Dezernenten für Wirtschaft und Digitales – einen echten Fachmann oder eine echte Fachfrau für Wirtschaftsangelegenheiten im Verwaltungsvorstand“. Als oberster Kümmerer für unternehmerische Belange könnte ein Wirtschaftsdezernent an höchster Stelle Strukturen verbessern und damit unternehmerisches Handeln in der Verwaltung unterstützen. „Er kann als Anlaufstelle auf die Belange der Unternehmen eingehen und die Kooperation der einzelnen Ämter koordinieren. Sicher ließe sich auch das Thema Digitalisierung gemeinsam besser vorantreiben“, so die Unterzeichner.

Andere Städte im Regierungsbezirk haben diese Notwendigkeit für sich bereits erkannt. Duisburg hat im vergangenen Jahr diese Stelle geschaffen, Wuppertal wird im kommenden Jahr nachziehen. Die Unterzeichner sehen in der neuen Stelle keine Konkurrenz zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft oder zum Beauftragten für Wirtschaftsförderung im Büro des Oberbürgermeisters. „Aus unserer Sicht würden sich diese Strukturen und Funktionen ergänzen“, heißt es in dem Brief.