83 Projekte fürs Rheinische Revier

83 Projekte fürs Rheinische Revier
© complize | M.Martins / Adobe Stock

Stand: 27.05.2020

Innovative und klimaschonende Technologien zum Recycling von Aluminium bei Hydro in Neuss, eine Gründerfabrik samt Coding School für den digitalen Nachwuchs in Mönchengladbach und ein Launch-Center für die Lebensmittelwirtschaft in Neuss – diese und 80 weitere spannende Projektideen im Rheinischen Revier könnten bald umgesetzt werden. Dafür wurden heute die Weichen gestellt. Der Aufsichtsrat der Zukunftsagentur Rheinisches Revier hat in Hürth getagt und der Landesregierung 83 Zukunftsprojekte empfohlen, die nun zur Beschleunigung des Strukturwandels vorrangig gefördert werden sollen. In den kommenden Wochen und Monaten werden diese Projekte nun weiterentwickelt. „Der Aufsichtsrat hat die richtigen Prioritäten gesetzt“, erklärte Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und Mitglied des Aufsichtsrats der Zukunftsagentur Rheinisches Revier. „Die ausgewählten Projekte werden einen wertvollen Beitrag dazu leisten, dass wir in unserer Region die Chancen des Strukturwandels nutzen können.“

Die IHK Mittlerer Niederrhein hatte bereits im November 2018 gemeinsam mit der DGB Region Düsseldorf – Bergisch Land und anderen Partnern das Bündnis „Strukturwandel gestalten“ initiiert. Gemeinsam haben die Partner eine ganze Reihe von Projektideen entworfen und der Zukunftsagentur Rheinisches Revier zur Weiterentwicklung übergeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Zukunftsagentur, Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann, lobte solches Engagement: „Die Projektliste verdeutlicht, mit welch großem Engagement die regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Verwaltung die Herausforderungen angehen.“ Diese große Einsatzbereitschaft sei eine unverzichtbare Voraussetzung für die Gestaltung des Strukturwandels.

Mit dem Wirtschafts- und Strukturprogramm 1.0 hat das Rheinische Revier eine Strukturwandelstrategie erarbeitet. Die Projekte dieses Programms setzen Impulse für neue Wertschöpfung und Beschäftigung unter anderem in den Bereichen Industrie, Digitalisierung, Energie sowie in der nachhaltigen Ressourcenwirtschaft. Während einige Vorhaben bereits antragsreif sind, wird an anderen Konzepten in den kommenden Monaten noch weitergearbeitet werden. Die Region und die Landesregierung werden die Projekte in dieser Phase begleiten und danach darüber entscheiden, ob die dann antragsreifen Konzepte gefördert werden können. Kann ein Projekt dann einem Förderprogramm der Bundes- oder Landesregierung zugeordnet werden, erfolgt die konkrete Förderzusage. Projekte, die heute nicht ausgewählt wurden, können für das Regelprogramm weiterentwickelt werden.

„Damit die empfohlenen Projekte zeitnah umgesetzt werden, erwarten wir von der Bundesregierung einen zügigen Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zum Strukturstärkungsgesetz“, betonte Steinmetz.