IHK begrüßt Antrag auf Zertifizierung

IHK begrüßt Antrag auf Zertifizierung
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Stand: 31.05.2021

Das Thema Corona-Pandemie konnte auch in der jüngsten Sitzung des Regionalausschusses Krefeld der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein nicht ausgeklammert werden. Als Gäste begrüßte der Ausschussvorsitzende Dr. Erich Bröker Oberbürgermeister Frank Meyer und Krefelds Wirtschaftsdezernenten Eckart Preen. „Wir erleben durch Corona eine Achterbahnfahrt. Auch den kommunalen Akteuren kommt eine tragende Rolle bei der Bewältigung der aktuellen Krise zu. Sie müssen die Balance finden zwischen der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und der Schaffung von Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln“, so Dr. Bröker. Dennoch dürfe man die langfristigen Projekte und Handlungsfelder wie etwa die Attraktivierung der Innenstadt oder die Optimierung der Verwaltung nicht auch dem Blick verlieren.

Die Sorge um die Wirtschaft sei groß, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer. „Für viele Branchen ist die Pandemie eine harte und komplizierte Zeit. Als Verwaltung versuchen wir, so effektiv und unbürokratisch wie möglich zu helfen. In puncto Digitalisierung und Flexibilität haben wir in Corona-Zeiten spürbare Fortschritte gemacht.“ Passend dazu habe die Stadt Krefeld den Antrag auf das RAL-Gütesiegel gestellt. „Wir wollen uns als mittelstandsfreundliche Verwaltung zertifizieren lassen“, so Meyer. Mit dem RAL Gütezeichen Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung signalisieren Kommunen, dass sie auf zuverlässige und transparente Verwaltungsabläufe Wert legen. Dazu müssen 14 Gütekriterien erfüllt werden, etwa zur Bearbeitung von Baugenehmigungen und Flächenanfragen oder die Bezahlung von Auftragsrechnungen. Zur Innenstadt-Attraktivierung verwies Eckart Preen neben dem neuen Coworking Space der Wirtschaftsförderung auch darauf, dass bei der Stadt Krefeld eine Stabsstelle Innenstadt eingerichtet werde, die sich „intensiv um dieses Thema kümmert“.

„Die geplante RAL-Zertifizierung ist eine sehr gute Nachricht“, betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz, der immer wieder dafür wirbt, dass sich die Verwaltungen in der Region zertifizieren lassen. „Eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung erleichtert die Ansiedlung neuer Unternehmen enorm – und das wird bei der Bewältigung der Corona-Krise von entscheidender Bedeutung sein.“