IHK vermittelt zwei Azubis an die Wilhelm Bähren GmbH

IHK vermittelt zwei Azubis an die Wilhelm Bähren GmbH
© IHK Mittlerer Niederrhein

Stand: 15.09.2021

Gerade kleine und mittlere Betriebe haben häufig Probleme, ihre offenen Ausbildungsstellen aus eigener Kraft mit geeigneten Jugendlichen zu besetzen. Die Projekte „Passgenaue Besetzung“ und „Willkommenslotsen“ der IHK Ausbildungs-GmbH bietet genau für diese Fälle Beratung und vor allem konkrete Hilfe an. „Das ist für alle Beteiligten eine Win-win-Situation: Einerseits können Unternehmen mit unserer Hilfe ihre Ausbildungsstellen frühzeitig und passgenau besetzen. Andererseits werden Ausbildungswillige umfassend beraten und an Betriebe vermittelt“, sagt IHK-Fachberater Karsten Moschek. Gemeinsam mit seinem Kollegen David Pfeil hat er der Wilhelm Bähren GmbH & Co. KG gleich zu zwei neuen Auszubildenden verholfen.

David Pfeil betreut das IHK-Projekt „Willkommenslotsen“, das geflüchtete Menschen und Unternehmen zusammenbringt. So hat er auch Esmail Mehri an das Mönchengladbacher Unternehmen vermittelt. Der gebürtige Iraner ist 2013 nach Deutschland gekommen. Sein Informatik-Studium und seine Tätigkeit als Grafikdesigner wurden hier zwar anerkannt, aber einen Job konnte er nicht finden. So arbeitete er zunächst ehrenamtlich als Grafikdesigner beim Stadtsportbund – und kommt mit der IHK und mit David Pfeil in Kontakt. Inzwischen ist Esmail Mehri bereits im zweiten Lehrjahr als Fachinformatiker für Systemintegration. „Vom ersten Tag an hat er sich ausgezeichnet integriert – er passt prima ins Team“, sagt Daniel Finke, Leiter Personalwesen bei der Wilhelm Bähren GmbH & Co. KG. Das Probearbeiten habe sich wegen Corona zwar etwas verzögert, aber am Ende habe alles gestimmt. Das Sprachdefizit war schnell kein Thema mehr, und auch in der Berufsschule kommt Esmail Mehri gut mit. „Mit 41 Jahren bin ich zwar der Opa der Klasse, aber selbst den Online-Unterricht habe ich geschafft“, so Esmail Mehri.

Gut im Unterricht mitgekommen ist auch sein Azubi-Kollege Alexander Block. Nachdem er ein Studium zum Bauingenieur begonnen hatte, habe er schnell gemerkt: „Das ist nichts für mich – mir fehlt der Praxisbezug.“ Als Auszubildender zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung hat er den nun. Vermittelt wurde der 30-Jährige mithilfe des IHK-Projekts „Passgenaue Besetzung“. Auch bei ihm habe „alles gepasst“, wie Personalerin Anja Grabarski bestätigt. Auch fünf Monate im Home-Office habe Alexander Block mit Bravour gemeistert.

Mit beiden Azubis sind die Unternehmens-Verantwortlichen und Ausbilder rundum zufrieden. Und die Zusammenarbeit mit der IHK sei bei der Suche nach passenden Bewerbern eine Arbeitserleichterung gewesen. „Es ist heutzutage schon mit großem Aufwand verbunden, potenzielle Azubis zu finden – da bedeutet die Hilfe der IHK schon eine Erleichterung“, sagt Anja Grabarski.

Weitere Informationen zum Projekt „Passgenaue Besetzung“ gibt es bei Karsten Moschek unter Tel. 02161 241-118. Über das Projekt „Willkommenslotsen“ informiert David Pfeil unter Tel. 02131 9268-557.

Die Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften wird aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union kofinanziert und aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

BILDUNTERSCHRIFT

Mit der Passgenauen Besetzung zum Azubi (v.l.): Karsten Moschek von der IHK Ausbildungs-GmbH, Sandra Bratschke (Marketing, Bähren GmbH), Azubi Alexander Block und Anja Grabarski (Personalwesen, Wilhelm Bähren GmbH & Co. KG). Foto: IHK