Schulterschluss für den Wendersplatz

Schulterschluss für den Wendersplatz
© IHK Mittlerer Niederrhein

Stand: 05.07.2021

Für die Entwicklung des Wendersplatzes ziehen sie an einem Strang: Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, die Hochschule Niederrhein und die Stadt Neuss haben eine gemeinsame Erklärung zur zukünftigen Gestaltung des Areals zwischen Hafen und Innenstadt unterzeichnet. Die drei Partner kommen demnach überein, „das weitere Verfahren kooperativ zu betreiben“. In der Vereinbarung heißt es weiter: „Die Projektpartner vereinbaren – über die Einbeziehung in die Ideenwerkstatt Wendersplatz hinaus – einen kooperativen regelmäßigen Austausch über den Fortgang der Planungen, Festlegung einer Projektleitung (und Projektsteuerung) und die Entwicklung eines Zeitplanes für die Planung und Umsetzung des Gesamtprojektes ,Wendersplatz – der Heimat einen Hafen geben‘.“

Nachdem die Stadt mit dem Prozess zur Entwicklung des Geländes begonnen hatte, verabschiedete die Vollversammlung der IHK den Beschluss, den Bau eines neuen Prüfungs- und Weiterbildungszentrums auf dem Wendersplatz voranzutreiben. Nach den politischen Diskussionen in Neuss hat die IHK ihre Planungen noch einmal angepasst. „Eine Verwaltung sehen wir auf dem Wendersplatz nicht vor“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz. Alle von der IHK an diesem Standort vorgesehenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien den Bereichen Aus- und Weiterbildung sowie International zugeordnet und würden dafür sorgen, dass die vorgegebenen Ziele hinsichtlich Frequenz und Attraktivität erreicht werden. „Unser Campus für Bildung und Innovation wird überregionale Strahlkraft haben und richtet sich mit dem Schwerpunkt auf Aus-, Fort- und Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen vor allem an junge Menschen und wird einen spürbaren Beitrag zur Frequentierung des Wendersplatzes bis in die Abendstunden leisten“, betont Steinmetz und verweist auf eine Studie des Instituts rheform zu den Effekten des geplanten Campus‘: „Demnach können wir mit rund 40.000 Besuchern jährlich rechnen.“ Laut rheform könne „die IHK mit ihren Partnern den Grundstein für eine ganztägige Belebung des Wendersplatzes und der Neusser Innenstadt und das Hafen-Areal legen mit zusätzlicher Nachfrage für die umliegende Gastronomie und den Einzelhandel“.

Die Hochschule begrüßt die IHK-Initiative und erklärt ihre Bereitschaft, sich beim geplanten Bildungs- und Innovationscampus zu engagieren. „Die Hochschule Niederrhein und ihre Partner Produktenmarkt sowie Rhein-Kreis Neuss verfolgen gemeinsam die Absicht, sich mit dem Launch Center für die Lebensmittelwirtschaft (LCL) als ein Schlüsselprojekt des Strukturwandels im Rheinischen Revier, das der gemeinsamen Entwicklungsforschung sowie dem Technologie- und Wissenstransfer zwischen angewandter Wissenschaft und Unternehmen dient, auf dem neuen Bildungs- und Innovationscampus der IHK in Neuss anzusiedeln“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. „Im Rahmen unserer Kooperation werden wir die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der berufsbegleitenden Weiterbildung für Fachkräfte aus der Stadt und dem Rhein-Kreis Neuss im neuen Bildungs- und Innovationscampus intensivieren“, versichert Hochschul-Präsident Dr. Thomas Grünewald. „Wir werden im neuen Bildungs- und Innovationscampus in Neuss einen Begegnungsort für Studieninteressierte, kooperierende Institutionen und Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger aus der Stadt und dem Rhein-Kreis Neuss aufbauen.“

„Ich freue mich über diese Initiative der IHK, der Hochschule und ihrer Projektpartner im Launch Center für Lebensmittelwirtschaft“, sagt Bürgermeister Reiner Breuer. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Wendersplatzes im Sinne einer publikumsintensiven, belebenden und alltäglichen Nutzung.“

Bildtext: Sie haben eine gemeinsame Erklärung zur zukünftigen Gestaltung des Wendersplatzes in Neuss unterzeichnet (v.l.): Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Bürgermeister Reiner Breuer und Dr. Thomas Grünewald, Präsident der Hochschule Niederrhein.        Foto: IHK