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Aktuell: Standortanalyse Kempen vorgestellt

Aktuell: Standortanalyse Kempen vorgestellt
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IHK-Standortanalyse Kempener Unternehmer
sind mit dem Standort zufrieden

Die Kempener Unternehmer sind zufrieden, der Wirtschaftsstandort ist im Großen und Ganzen gut aufgestellt. Verbessern müsse sich allerdings die Infrastruktur im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik (IuK). Das sind die Hauptaussagen einer Standortanalyse. Für die Erarbeitung der Studie hat die IHK rund 100 Unternehmen zu 52 Standortfaktoren befragt.

Deutliches Beschäftigungswachstum in Kempen

Die Beschäftigung in Kempen ist von 1999 bis 2014 überdurchschnittlich stark gewachsen. Das Plus betrug 17,4 Prozent, während NRW mit 8,5 Prozent und der Kreis Viersen mit 2,2 Prozent weniger stark gewachsen sind. Insbesondere der Dienstleistungssektor hat zu diesem Wachstum beigetragen. Vor allem die Bedeutung des Großhandels hat in den vergangenen Jahren immer stärker zugenommen. Dennoch zeigt die Studie, dass Kempen nach wie vor ein industriegeprägter Standort ist. Dies belegt der hohe Anteil der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe. Dazu tragen insbesondere Branchen wie der Maschinenbau und das Ernährungsgewerbe mit mehr als 800 Mitarbeitern sowie die Chemische Industrie und das Druckereigewerbe mit knapp 350 Mitarbeitern bei.

Gute Werte im interkommunalen Vergleich

Im Vergleich mit Kommunen ähnlicher Größe in Nordrhein-Westfalen schneidet Kempen ebenfalls gut ab. Eine hohe Kaufkraft, eine hohe Steuerkraft eine niedrige Arbeitslosigkeit und – für eine kreisangehörige Stadt durchaus bemerkenswert – ein positiver Pendlersaldo. Von allen kreisangehörigen Kommunen am Mittleren Niederrhein hat neben Kempen nur Neuss einen positiven Pendlersaldo.

Unternehmensbefragung bestätigt das positive Bild

Diese positiven Ergebnisse decken sich mit den Resultaten aus der Unternehmensumfrage. Die Unternehmen sind mit dem Standort sehr zufrieden. Kempen erhält eine Durchschnittsnote von 2,03 auf einer Vierer-Skala. Die Unternehmen der Thomasstadt sind damit wesentlich zufriedener als die Unternehmen am Mittleren Niederrhein im Schnitt (2,19).

Verbesserungsbedarf im Bereich der I+K-Infrastruktur

Ein Standortvorteil ist in den Augen der Unternehmer vor allem die Innenstadt. Das historische und saubere Stadtbild, aber auch die innerstädtischen Verkehrsverhältnisse überzeugen. Auch die wichtigen harten Standortfaktoren schneiden gut ab. Insbesondere die Anbindung an die überörtliche Straßeninfrastruktur wird positiv bewertet. Seit der letzten Befragung im Jahr 1998 hat sich das Urteil der Unternehmen zur Straßenanbindung merklich verbessert. Die Umfrage zeigt allerdings, dass die Unternehmen bei der Infrastruktur im IuK-Bereich noch Verbesserungspotenzial sehen.