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Standortanalyse Dormagen

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Gregor Werkle
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Wirtschaftsstandorte im Wettbewerb

Wirtschaftsstandorte stehen im 21. Jahrhundert mehr denn je in einer zunehmenden Konkurrenz zueinander. Die Mobilität von Unternehmen - auch in der Industrie - hat sich durch die zunehmende Globalisierung sowie die Errungenschaften der Informations- und Kommunikationsstruktur erhöht. Für Städte und Gemeinden ist die Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen von grundlegender Bedeutung, denn diese schaffen nicht nur Arbeitsplätze, sondern sind vielmehr insbesondere über ihre Gewerbesteuerzahlungen auch wichtigster Geldgeber für die öffentlichen Gemeindekassen. Damit Kommunen bei ihrer Wirtschafts- und Ansiedlungspolitik auch an den richtigen Stellschrauben drehen, ist es notwendig, die Standortqualität regelmäßig zu überprüfen, Vor- und Nachteile des eigenen Wirtschaftsstandortes zu kennen sowie die Wirtschaftsstruktur und ihre Veränderungen in der kurz- und langfristigen Vergangenheit zu analysieren.

Wirtschaftsstruktur

Dormagen ist ein wichtiger Industriestandort. Knapp 36 Prozent aller Beschäftigten arbeiten im Produzierenden Gewerbe. Die Beschäftigungsanteile des sekundären Sektors im Land Nordrhein-Westfalen sowie im Rhein-Kreis Neuss liegen mit jeweils 29,5 Prozent deutlich darunter. Mehr als jeder sechste Beschäftigte in Dormagen arbeitet in der Chemischen Industrie. Der Anteil der Beschäftigten, die in der Chemischen Industrie arbeiten, ist mehr als zwölfmal so hoch wie im Land. Zudem sind gerade Branchen, die eng mit der Chemie verbunden sind - wie der produktionsnahe Großhandel sowie die Logistikbranche - in Dormagen sehr stark vertreten.

Dormagen im Städtevergleich

Dormagen schneidet im interkommunalen Standortvergleich mit einem guten Ergebnis ab. Im Verhältnis zu zehn ausgewählten Städten ähnlicher Größe landet Dormagen insbesondere bei den Wohlstands- und Arbeitsmarktindikatoren häufig auf den vorderen Plätzen: Die Kaufkraft ist hoch, Schulabgänger und Beschäftigte sind gut qualifiziert. Die Produkte der Dormagener Industriebetriebe sind international gefragt und die Arbeitslosigkeit sinkt rapide.Dennoch zeigt das interkommunale Ranking auch Schattenseiten für den Standort Dormagen auf. So konnte Dormagen die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Zeitvergleich kaum steigern. Der hohe negative Pendlersaldo bietet eine Erklärung für dieses Auseinanderdriften von sinkender Arbeitslosigkeit und wenig dynamischer Beschäftigtenentwicklung. Die Dormagener Arbeitslosen scheinen ihre Jobs in der Regel außerhalb ihres Wohnortes gefunden zu haben.

Ergebnisse der Unternehmensbefragung

Bei der Bewertung der 60 Standortfaktoren auf einer Skala von 1 (gut) bis 4 (schlecht) gaben die hiesigen Unternehmen dem Standort Dormagen die Durchschnittsnote 2,21. Diese ist etwas schlechter als die des gesamten Wirtschaftsraums Mittlerer Niederrhein (Durchschnittsnote: 2,19), entspricht jedoch insgesamt einer zufriedenstellenden Bewertung.