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Standortanalyse Kaarst

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Gregor Werkle
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Der Standort Kaarst ist erfolgreich. Das zeigt eine Standortanalyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, der sowohl eine Auswertung amtlicher Daten als auch die Ergebnisse einer Umfrage bei Kaarster Unternehmen zugrundeliegen. Die Unternehmen sind zufrieden. Dennoch sollte die Stadt weiter an den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft arbeiten. Die Analyse wurde vor etwa 80 Gästen im Ratssaal der Stadt Kaarst vorgestellt.

Kaarst ist ein Handelsstandort

Kaarst ist ein Handelsstandort. Gut ein Drittel aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kaarst finden eine Beschäftigung im Groß-, Einzel- oder Kfz-Handel. In NRW liegt der entsprechende Wert bei knapp 15 Prozent. Zudem ist der Standort Kaarst in den vergangenen Jahren sehr stark gewachsen. Im Jahr 2016 war die Anzahl der Beschäftigten um 21 Prozent höher als noch im Jahr 1999, in NRW lag sie bei plus 12,8 Prozent und im Rhein-Kreis Neuss bei plus 13,9 Prozent.

Interkommunaler Vergleich: Gute Ergebnisse

Dieses gute Ergebnis wurde durch einen interkommunalen Vergleich bestätigt. Die IHK hat in der Analyse die Stadt Kaarst anhand von neun volkswirtschaftlichen Indikatoren mit dem Landesschnitt sowie mit vier Städten ähnlicher Größe (Meerbusch, Bad Honnef, Hennef, Rheinbach) verglichen. Der Standort Kaarst kommt im interkommunalen Vergleich auf gute Werte. Die Kaufkraft ist hoch, die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem niedrigen Niveau und ist in den vergangenen Jahren merklich zurückgegangen. Die Beschäftigung ist zudem in den vergangenen Jahren angestiegen. Dies wirke sich auf die Steuereinnahmekraft der Kommune aus, die folglich auf einem hohen Niveau liegt. Die große Steuereinnahmekraft führt dazu, dass die Stadt ohne Kassenkredite auskommt.

Gutes Ergebnis wird durch die Umfrage bestätigt

Dieses gute Ergebnis wird auch durch die IHK-Unternehmensumfrage bestätigt, die IHK-Hauptgeschäftsführer Steinmetz vorstellte. Die IHK hat Antworten von 100 Kaarster Unternehmen mit insgesamt 1.300 Beschäftigten erhalten. Verglichen werden konnten die Kaarster Ergebnisse mit einer IHK-Umfrage aus dem Jahr 2007 in Kaarst sowie mit Standortanalysen aus anderen Kommunen, die die IHK in den vergangenen Jahren durchgeführt hat. Die Kaarster Betriebe bewerten ihren Standort überdurchschnittlich gut“, sagt Steinmetz. Auf einer Vierer-Skala erhält der Standort Kaarst die Durchschnittsnote 2,15 und ist damit um 0,03 Punkte besser als der Schnitt der Gesamtregion.

Standortstärken: Erreichbarkeit

Einer der Standortstärken von Kaarst ist die Erreichbarkeit. Die Standortfaktoren zum Thema Straßenverkehrsanbindung, ÖPNV und Schienenverkehrsanbindung erhalten eine gute Bewertung von den Unternehmen. Die digitale Erreichbarkeit ist dagegen einer der größten Kritikpunkte. Die Unternehmer kritisieren die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Eine schnelle Internetverbindung gehört allerdings heute zur Grundversorgung.

Fachkräftemangel in Kaarst ein offensichtliches Problem

Bei den Standortfaktoren rund um das Thema „Arbeitsmarkt“ zeigt sich, dass auch der Fachkräftemangel in Kaarst zu einem offensichtlichen Problem wird. Das ist auch an anderen Standorten so. Die Unternehmen aus Kaarst sind allerdings kritischer in Bezug auf die Lernqualität in den Berufsschulen und in den allgemeinbildenden Schulen.

Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes  wird kritisiert

Ambivalent ist die Bewertung der kommunalen Kosten und Leistungen. So kritisieren die Unternehmer die Höhe des Grund- und des Gewerbesteuerhebesatzes. Damit sind sie wesentlich unzufriedener damit als noch vor zehn Jahren. Die Kooperation der Ämter untereinander wird allerdings gelobt.

Fazit

Insgesamt zeigt sich, dass die Unternehmen zwar zufrieden sind – die Ergebnisse bei unserer Umfrage vor zehn Jahren aber besser waren. Er mahnte an, dass die Stadt sich weiter um gute Standortrahmenbedingungen für die Wirtschaft kümmern sollte. Die Verwaltung muss die Standortkosten für die Betriebe im Blick halten. Die Aktivitäten der Wirtschaftsförderung rund um das Thema „Breitbandausbau“ sind lobenswert, aber auch absolut erforderlich, damit die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur nicht zu einem Standortnachteil wird.

Die Studie können Sie im Downloadbereich herunterladen.