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Standortanalyse Tönisvorst

Standortanalyse Tönisvorst
© IHK Mittlerer Niederrhein

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Am Standort Tönisvorst ist die Beschäftigtenzahl in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen. Die Unternehmer sehen allerdings bei der Breitbandinfrastruktur und den Standortkosten Schwächen des Standorts. Das zeigt eine Analyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein, der sowohl eine Auswertung amtlicher Daten als auch die Ergebnisse einer Umfrage bei Tönisvorster Unternehmen zugrundeliegen. Die Bewertung der Unternehmen ist lediglich zufriedenstellend. Daher sollte die Stadt weiter an den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft arbeiten.

Tönisvorst ist ein Handelsstandort

Ein Blick auf die Grobstrukturen des Wirtschaftsstandorts Tönisvorst zeigt, dass der Standort sehr ähnliche Wirtschaftsstrukturen wie das Land NRW hat. Überdurchschnittlich vertreten ist der Bereich „Handel“. 18,4 Prozent der Beschäftigten sind in Branchen aus dem Bereich Handel (inkl. Instandhaltung u. Reparatur von Kfz) beschäftigt. In Nordrhein-Westfalen liegt der entsprechende Anteil bei 14,5 Prozent.

Licht und Schatten im interkommunalen Vergleich

Die IHK hat im zweiten Teil der Analyse die Stadt Tönisvorst anhand von neun volkswirtschaftlichen Indikatoren mit dem Landesschnitt sowie mit einigen Städten ähnlicher Größe (u.a. Neukirchen-Vluyn, Wülfrath, Nettetal und Erkrath) verglichen. Dieser interkommunale Vergleich zeigt, dass Tönisvorst ein Standort mit Licht und Schatten ist. Die Kaufkraft ist hoch, die Arbeitslosigkeit befindet sich auf einem niedrigen Niveau und ist in den vergangenen Jahren merklich zurückgegangen. Die Beschäftigung ist zudem in den vergangenen Jahren angestiegen. Aber: Die Steuereinnahmekraft ist auf einem unterdurchschnittlichen Niveau. Zudem hat der Standort einen hohen Gewerbesteuerhebesatz.

Umfrage: Unternehmen sehen Verbesserungsmöglichkeiten

Als Herzstück der Analyse bezeichnet die IHK die Resultate der IHK-Unternehmensumfrage. Die IHK hat Antworten von 100 Tönisvorster Unternehmen mit insgesamt 1.400 Beschäftigten erhalten. Das ist ein repräsentatives Ergebnis. Verglichen werden konnten die Tönisvorster Ergebnisse mit einer IHK-Umfrage aus dem Jahr 2007 in Tönisvorst sowie mit Standortanalysen aus anderen Kommunen, die die IHK in den letzten Jahren durchgeführt hat. Die Tönisvorster Betriebe bewerten ihren Standort nur zufriedenstellend. Auf einer 4-er-Skala erhält der Standort Tönisvorst die Durchschnittsnote 2,33 – 0,15 Punkte schlechter als der Schnitt der in den vergangenen Jahren beobachteten Standorte. Kritisch ist zudem, dass alle fünf Themengebiete (Harte Standortfaktoren, Kommunale Kosten und Leistungen, Beratungsfaktoren, Arbeitsmarktfaktoren, Qualität der Innenstädte) in Tönisvorst kritischer bewertet werden.