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Standortanalyse Viersen

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Die Verkehrsinfrastruktur und der Service der Wirtschaftsförderung werden gut bewertet, die Höhe der Steuern, das Image der Stadt und die Breitbandanbindung werden kritischer beurteilt. Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer Standortanalyse der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein für die Stadt Viersen. Insgesamt sind die Unternehmen mit ihrem Standort zufrieden. Im Detail sehen sie jedoch Verbesserungspotenzial. Daher sollte die Stadt weiter an den Rahmenbedingungen für die Wirtschaft arbeiten.

Viersen ist ein Handels- und Dienstleistungsstandort

Ein Blick auf die Grobstrukturen des Wirtschaftsstandorts Viersen zeigt, dass Viersen als Wirtschaftsstandort sehr nahe am Durchschnitt des Landes NRW liegt. Überdurchschnittlich vertreten ist der Bereich „Handel“. 16,9 Prozent der Beschäftigten sind in Branchen aus dem Bereich Handel (inkl. Instandhaltung u. Reparatur von Kfz) beschäftigt. In NRW liegt der Anteil bei 14,4 Prozent. Daneben ist auch der Dienstleistungssektor in Viersen knapp überdurchschnittlich stark vertreten.

Licht und Schatten im interkommunalen Vergleich

Die IHK hat im zweiten Teil der Analyse die Stadt Viersen anhand von zehn volkswirtschaftlichen Indikatoren mit dem Landesschnitt sowie mit zehn Städten ähnlicher Größe (u.a. Grevenbroich, Wesel, Minden und Lüdenscheid) verglichen. Bei vielen Indikatoren landet die Stadt im Mittelfeld. Der interkommunale Vergleich zeigt aber auch, dass die Stadt Viersen ein Standort mit Licht und Schatten ist. Positiv bewertet die IHK, dass die Belastung durch Kassenkredite nicht mehr besteht und auch die hohe Industrieumsatzproduktivität ist eine Stärke des Standorts. Problematisch beurteilt die IHK allerdings die hohe Arbeitslosenquote und die geringe Steuereinnahmekraft.

Umfrage: Unternehmen sehen Verbesserungspotenzial

Das Herzstück der Analyse ist das Resultat einer Befragung bei gut 150 Viersener Betrieben mit rund 4000 Beschäftigten. Die Resultate konnten mit den Ergebnissen einer Umfrage unter den Viersener Unternehmen aus dem Jahr 2010 und den Werten anderer IHK-Umfragen verglichen werden. Die Viersener bewerten ihren Standort positiv. Auf einer 4er-Skala erhält der Standort die Durchschnittsnote 2,22 und liegt damit leicht unter dem Niveau des Durchschnitts der in den vergangenen Jahren analysierten Standorte.

Standortstärke: Erreichbarkeit

Eine der Standortstärken von Viersen ist die Erreichbarkeit. Die harten Standortfaktoren – dazu gehören beispielsweise die Anbindung an das überörtliche Straßennetz, die ÖPNV- und die Schienenanbindung – werden von den Betrieben gut und besser als an den anderen untersuchten Standorten bewertet. Die digitale Erreichbarkeit ist dagegen einer der größten Kritikpunkte. Die Unternehmer kritisieren die Informations- und Kommunikationsinfrastruktur. Eine schnelle Internetverbindung gehört heute zur Grundversorgung. Die IHK begrüßt daher, dass die Stadt Viersen bereits sehr aktiv an dem Thema Breitbandanbindung dran ist. Die Aktivität der Wirtschaftsförderung bei der Verbesserung der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur ist den Betrieben nicht verborgen geblieben. Ihre Arbeit wird gut bewertet.

Kommunale Kosten: Steuerhebesätze sind kritische Standortfaktoren

Ambivalent ist die Bewertung des Themenfeldes „Kommunale Kosten und Leistungen“. Die Höhe des Gewerbesteuerhebesatzes ist nach der Informations- und Kommunikationsinfrastruktur der zweitwichtigste Standortfaktor für die Betriebe und wird bereits heute nicht mehr zufriedenstellend bewertet. Die IHK rät daher von der geplanten Gewerbesteuererhöhung ab.

Die Studie können Sie im Downloadbereich herunterladen.