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Konjunktur Aktuell

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Dreimal im Jahr befragt die IHK Mittlerer Niederrhein die regionalen Unternehmen nach ihrer Geschäftslage und ihren Geschäftserwartungen. Die Daten fließen in den regionalen Konjunkturbericht Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein sowie in das Konjunkturbarometer Rheinland ein. Zudem publiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ebenfalls dreimal jährlich einen Bericht zur aktuellen Geschäftslage der deutschen Unternehmen. Die aktuellsten Berichte erhalten Sie im Download-Bereich.

Konjunktur am Scheideweg

Der überwiegende Teil der regionalen Unternehmen beurteilt die aktuelle Geschäftslage als gut, auch die Erwartungen der Betriebe für die kommenden Monate sind eher optimistisch. Aber: Beide Stimmungsindikatoren sind zweimal in Folge gesunken. 45 Prozent der Betriebe melden eine gute Geschäftslage, nur 10 Prozent eine schlechte. Der Geschäftslageindikator als Saldo zwischen Gut- und Schlecht-Antworten liegt bei 35 Punkten. Das sind drei Punkte weniger als bei der Umfrage im Herbst 2018 und fünf weniger als vor einem Jahr.

Gleichzeitig sind die Erwartungen der Betriebe nicht mehr so hoch. Nur 23 Prozent rechnen noch mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, 14 Prozent mit einer Verschlechterung. 2018 war die Euphorie zu Jahresbeginn deutlich größer. Der IHK-Geschäftsklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, ist daher innerhalb eines Jahres um gut zehn Punkte gesunken, verbleibt mit knapp 22 Punkten aber weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau. Dies ist das Ergebnis der gemeinsamen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein, an der knapp 800 Unternehmen mit rund 90.000 Beschäftigten teilgenommen haben.

Wachstumsdynamik lässt nach

Auch alle weiteren wichtigen Konjunkturindikatoren haben sich im Vergleich zur Vorumfrage leicht verschlechtert. Die Einstellungsbereitschaft der Betriebe bleibt zwar positiv, allerdings dürfte die Dynamik des Beschäftigungsaufbaus abnehmen. Die Auftragslage bleibt gut – das Auftragsplus aus dem In- und Ausland fällt jedoch geringer aus als zuletzt. Die Betriebe haben ihre Investitionspläne im Vergleich zum Herbst leicht nach unten korrigiert und erwarten nur ein moderates Investitionswachstum.

Weltwirtschaftliche Risiken sorgen für allgemeine Verunsicherung

Grund für die negativeren Erwartungen sind in erster Linie die weltwirtschaftlichen Risiken. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen werden von knapp 40 Prozent der Betriebe als bedeutendes Konjunkturrisiko genannt – Tendenz steigend. Insbesondere bei den exportorientierten Branchen wie der Industrie, dem Großhandel und der Logistik hängt dies mit den weltwirtschaftlichen Risiken wie den Protektionismusbestrebungen in den USA, dem Handelskrieg zwischen den USA und China sowie der Furcht vor einem ungeregelten Brexit zusammen. Die Betriebe äußern darüber hinaus die Sorge, dass die befürchtete weltwirtschaftliche Abkühlung auf die Binnenkonjunktur überspringt. Die Robustheit der Inlandsnachfrage wird daher nicht mehr so stark eingeschätzt wie zuletzt.

Die Konjunktur steht im Jahr 2019 am Scheideweg. Die Analyse zeigt, dass es auch von den globalpolitischen Weichenstellungen abhängen wird, ob es bei einer Konjunkturdelle bleibt oder ob sich die konjunkturelle Abkühlung über das erste Halbjahr 2019 hinaus fortsetzt.