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Konjunktur Aktuell

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Dreimal im Jahr befragt die IHK Mittlerer Niederrhein die regionalen Unternehmen nach ihrer Geschäftslage und ihren Geschäftserwartungen. Die Daten fließen in den regionalen Konjunkturbericht Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein sowie in das Konjunkturbarometer Rheinland ein. Zudem publiziert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag ebenfalls dreimal jährlich einen Bericht zur aktuellen Geschäftslage der deutschen Unternehmen. Die aktuellsten Berichte erhalten Sie im Download-Bereich.

Wirtschaft im Spannungsfeld von Hochkonjunktur und weltwirtschaftlichen Risiken

Die regionale Wirtschaft befindet sich im Spätsommer 2018 weiter in einer sehr guten Lage. Die Betriebe schätzen ihre Geschäfte fast genauso so gut ein wie zu Jahresbeginn. Nur im Frühjahrwaren sie noch ein wenig zufriedener. Der Lageindikator – also die „Gut“- abzüglich der „Schlecht“-Meldungen zur Geschäftslage – schwankt nun schon fast zwei Jahre lang um die 40 Punkte. Das sind zwar keine absoluten Rekordwerte, ist jedoch eine deutlich überdurchschnittliche Lagebewertung und zudem Zeichen einer außerordentlich stabilen Hochkonjunktur. Dabei wird diese aktuell eher von einer weiter steigenden Binnennachfrage als von einer auf sehr hohem Niveau verharrenden Exportnachfrage gestützt. Dies ist das Ergebnis der gemeinsamen
Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein, an der knapp 800 Unternehmen mit insgesamt 92.000 Beschäftigten teilgenommen haben.

Geringe Wachstumsdynamik für die regionale Wirtschaft

Die Hochkonjunktur in der Region hält an. Und die Chancen, dass die Wirtschaft ein gutes Niveau halten kann, stehen gut. Die Binnennachfrage nimmt weiter zu, der Beschäftigungsstand erreicht immer neue Rekordhöhen und auch die Einkommen steigen weiter. Einzig aus dem Ausland drohen vermehrt Risiken, denen der Großteil der Betriebe jedoch noch keine besonders konjunkturgefährdende Bedeutung beimisst. Angeführt werden der aufkommende Handelskrieg zwischen den USA und China, die protektionistischen Drohungen der USA gegen die EU, der möglicherweise ungeordnete Brexit, der wirtschaftliche Niedergang der Türkei oder die Sanktionen gegen Russland bzw. gegen den Iran. Gleichzeitig sorgen sich die innerstädtischen Einzelhändler, dass es doch noch zu Dieselfahrverboten kommt. Alles in allem sind deshalb die Erwartungen der Betriebe für das Jahr 2019 deutlich verhaltener, als sie es für das laufende Jahr gewesen sind. Der Erwartungsindikator erreicht mit 15 Punkten rund 10 Punkte weniger als noch zu Jahresbeginn. Die regionale Wirtschaft rechnet also mit weiterem Wachstum, aber mit einer geringen Wachstumsdynamik.

Investitionspläne weniger expansiv als zu Jahresbeginn

Diese vorsichtigeren Einschätzungen haben auch Auswirkungen auf die Investitionsneigung der Betriebe an ihren hiesigen Standorten. Denn wenngleich ihre technischen als auch personellen Kapazitäten stark ausgelastet sind, zögern sie merklich, ihre Investitionsbudgets auszuweiten. Dazu mag auch beitragen, dass es so vielen Betrieben wie nie zuvor schwerfällt, benötigtes Fachpersonal zu finden. Entsprechend sind die Investitionspläne genau wie die Beschäftigungspläne weniger expansiv als noch zu Jahresbeginn.