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Dominik Wrzyszcz über den Lehrgang "Ausbildung der Ausbilder"

Dominik Wrzyszcz über den Lehrgang "Ausbildung der Ausbilder"
© Schramm

Nur starke Ausbilder machen starke Azubis

Vielleicht liegt es an seinem Alter von gerade einmal 35 Jahren, dass Dominik Wrzyszcz so einen guten Draht zu seinen Auszubildenden hat. Der Personalleiter der Mönchengladbacher A. Monforts Werkzeugmaschinen GmbH weiß: „Als Ausbilder muss man die Bedürfnisse der heutigen Jugend kennen – und dafür braucht man ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen.“ Deshalb versucht er, den acht Auszubildenden im Unternehmen immer auf Augenhöhe zu begegnen, sie ernst zu nehmen und ihnen verantwortungsvolle Aufgaben zu geben, an denen sie wachsen können. „Ich will meine Azubis führen und sie begleiten und ihnen nicht ständig Vorschriften machen – das ist meine Devise“, sagt er.

Dominik Wrzyszcz hat sich bei der IHK auf seine Aufgabe als Ausbilder vorbereitet

Vor sieben Jahren hat Wrzyszcz – parallel zur Aufstiegsfortbildung zum Personalfachkaufmann – seinen Ausbildereignungsschein bei der IHK Mittlerer Niederrhein gemacht. Dieser ist nach dem Berufsbildungsgesetz vorgeschrieben. Denn die Berufsbildung ist mehr als die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten. Als Ausbilder muss man die berufs- und arbeitspädagogische Eignung nachweisen, die Lehre im Unternehmen selbstständig planen, umsetzen und kontrollieren zu können. „Das ist eine sehr verantwortungsvolle und anspruchsvolle Aufgabe“, erklärt Wrzyszcz. „Denn die Zeiten, in denen Azubis frei nach dem Motto ‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre‘ behandelt wurden, sind längst vorbei. Ausbildung muss von den Unternehmen attraktiv gestaltet werden.“   

„Der Austausch mit den anderen Teilnehmern war sehr hilfreich"

Bei der „Ausbildung der Ausbilder“, die die IHK regelmäßig anbietet, hat er gelernt, wie er den unternehmenseigenen Ausbildungsrahmenplan gestaltet, ihn in den entsprechenden Fachabteilungen implementiert und wie die Schlüsselqualifikationen – fachlich wie menschlich – pädagogisch erfolgreich vermittelt werden können. „Der Austausch mit den anderen Teilnehmern war sehr hilfreich, um einfach zu sehen: Wie machen die das?“, berichtet der Personalleiter. „Denn vom Start-up über den kleinen Handwerksbetrieb bis hin zum Konzern waren Vertreter zahlreicher Betriebsgrößen und Branchen im Vorbereitungslehrgang dabei.“
Als Sondermaschinenbauer sei die A. Monforts Werkzeugmaschinen GmbH auf bestens qualifizierte Fachkräfte angewiesen: „Sie müssen kundenorientiert und flexibel sein sowie ein großes Fachwissen mitbringen“, sagt Wrzyszcz. „Darauf muss ich meine Auszubildenden adäquat vorbereiten.“ Deshalb bekommen sie zum Beispiel im dritten Lehrjahr einen Mentor aus dem Fachbereich, in dem sie nach der Prüfung eingesetzt werden sollen, an die Seite gestellt. Er unterstützt sie bei ihren eigenen Projekten. „Nur starke Ausbilder machen starke Azubis“, weiß Wrzyszcz. „Und nur aus starken Azubis werden wertvolle Mitarbeiter – so einfach ist die Rechnung.“