english

Hanna Melissa Quack berichtet über Ihre Fortbildung

Hanna Melissa Quack berichtet über Ihre Fortbildung
© jochmann

Hanna Melissa Quack berichtet von ihrer Aufstiegsfortbildung bei der IHK

Erst auf der großen Bühne der Viersener Festhalle wurden Hanna Melissa Quacks Knie weich. Denn als sie gemeinsam mit knapp 270 anderen Fortbildungsabsolventen bei der Bestenehrung 2012 von der IHK Mittlerer Niederrhein ausgezeichnet wurde, realisierte sie plötzlich, dass sie es geschafft hatte: „Zweieinhalb Jahre habe ich auf den Abschluss als Geprüfte Wirtschaftsfachwirtin hingearbeitet“, sagt die 27-Jährige. „Und erst in diesem Moment ist alles von mir abgefallen.“

Als eine „Zeit voller Höhen und Tiefen“ beschreibt Quack ihre Aufstiegsfortbildung, „die sich aber absolut gelohnt hat – alleine schon fürs Selbstbewusstsein“. Nach ihrer Mittleren Reife besuchte sie zuerst ein Jahr lang die Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung in Kempen, danach machte sie ihre Ausbildung zur Bürokauffrau beim Viersener Sanitätshaus Lettermann. Zwei Jahre später wagte sie den ersten beruflichen Wechsel und bewarb sich bei den Stadtwerken Nettetal. Dort ist sie heute im Vertrieb tätig.

Die Fortbildung bietet Einblicke in alle kaufmännischen Teilbereiche

Der Wunsch, sich weiterzubilden, kam Anfang 2010 bei ihr auf. „Ich habe mir gedacht: Entweder du machst das jetzt oder nie“, erinnert sie sich. „Und dann habe ich mich auf eigene Faust angemeldet.“ Die Aufstiegsfortbildung zur Wirtschaftsfachwirtin hat sie vor allem deshalb interessiert, weil diese Einblicke in alle kaufmännischen Teilbereiche bietet. „Natürlich war der Lernstoff dementsprechend umfangreich“, sagt Quack. Zweimal wöchentlich nach der Arbeit sowie manchmal samstags drückte sie die „Schulbank“ bei der IHK in Krefeld. „Das war zwischendurch sehr anstrengend. Ohne eine große Portion Disziplin ist das kaum zu schaffen.“

Neben ihren Freunden waren für Quack vor allem die Dozenten eine wichtige Stütze. „Sie waren für uns da und hatten immer ein offenes Ohr, wenn einer von uns einen Durchhänger hatte“, berichtet sie. „Das war ungemein wichtig – vor allem für mich, weil ich unter Prüfungsangst leide und das eine oder andere Mal ans Aufgeben gedacht habe.“ Ebenso wertvoll seien die Kontakte zu den anderen Fortbildungsteilnehmern gewesen. „Wenn man innerhalb der Gruppe zwei bis drei Leute hat, mit denen man sich gut versteht und sich mal kurzschließen kann, falls es Fragen oder Probleme gibt, ist das unbezahlbar. Schließlich sitzen alle im selben Boot.“

Trotz einiger Widrigkeiten hat Hanna Melissa Quack nun Blut geleckt. „Ich will auf jeden Fall weiter lernen“, sagt sie. „Als nächstes werde ich wohl einen Englischkurs machen.“