Risikobarometer Mittlerer Niederrhein

Risikobarometer Mittlerer Niederrhein
© IHK Mittlerer Niederrhein

IHK und Creditreform: Ausfallraten sind noch niedrig

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein und Creditreform Düsseldorf/Neuss haben das aktuelle Risikobarometer veröffentlicht. Bislang sind die Ausfallraten am Mittleren Niederrhein insgesamt noch erfreulich niedrig. Allerdings wird von einer Steigerung im kommenden Jahr ausgegangen. Im Ergebnis fällt zudem auf, dass die Werte ungünstiger sind als im Schnitt auf Landes- und Bundesebene.

Logistik hat die höchste Ausfallrate

Das Verkehrsgewerbe hat die höchste Ausfallquote. Die Unternehmen sind seit Anfang des Jahres ganz besonders von den hohen Kraftstoffpreisen betroffen. Dies ist für diese Branche mit geringen Gewinnmargen und vielfältigen weiteren Problemen, wie zum Beispiel dem Fahrermangel, zu einem schwerwiegenden Problem geworden. Positiv bewerten die Partner die weiterhin niedrige Ausfallrate in der Industrie. Auffällig ist, dass die Unterschiede in der Ausfallrate zwischen der Region Mittlerer Niederrhein und Deutschland nicht nur auf kleine und mittlere Unternehmen zurückzuführen sind. Auch bei den Unternehmen mit mehr als fünf Millionen Euro Jahresumsatz sind die Ausfallraten am Mittleren Niederrhein mittlerweile höher als in der Gesamtregion.

Zahlungsverzugsdauer steigt

Der durchschnittliche Zahlungsverzug hat sich seit Beginn der Corona-Krise im Jahr 2019 deutlich erhöht. Am Mittleren Niederrhein im Schnitt hat sich der Zahlungsverzug um einen Tag erhöht. Dies lag insbesondere an den Städten Krefeld und Mönchengladbach. Hier ist der Zahlungsverzug durchschnittlich um 1,7 bzw. 1,2 Tage angestiegen. In den beiden Kreisen ist das Niveau des durchschnittlichen Zahlungsverzugs deutlich geringer - auch der Anstieg von 2019 bis 2022 war weniger deutlich.