Industrieberichterstattung

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Die Umsätze der Industriebetriebe in Krefeld, Mönchengladbach, im Rhein-Kreis Neuss und im Kreis Viersen liegen weiterhin deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das zeigt eine Auswertung von IT.NRW-Daten durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein. Die Rückgänge beim Gesamtumsatz der Industrie in der Region betrugen im Januar und Februar 9,3 Prozent im Vergleich zu den gleichen Vorjahresmonaten. Die Industrie am Mittleren Niederrhein ist damit inzwischen sogar stärker von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen als die Industrie in Nordrhein-Westfalen. Dort lag der Rückgang bei 5,6 Prozent. Das passt zu den Beobachtungen, die die IHK schon in ihrer Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn gemacht hat. Die Lagebewertungen waren damals sehr zurückhaltend.

Während die Inlandsumsätze im Januar und Februar 2021 8,1 Prozent unter den Vorjahreswerten lagen, waren es bei den Auslandsumsätzen 10,3 Prozent. Die allgemeine Auslandsnachfrage und die internationale Investitionsbereitschaft haben das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Für exportstärkere Standorte wie den Mittleren Niederrhein wiegt das schwer.

Zum Jahresbeginn am stärksten getroffen sind die Hersteller von Bekleidung. Sie verzeichnen einen Rückgang von 57,1 Prozent. Dies passt auch zu den Umsatzeinbrüchen im Textileinzelhandel. Auch die Produzenten von elektrischer Ausrüstung (31,7 Prozent) und die Hersteller von Glas, Glaswaren und Keramik (29,3 Prozent) mussten massive Einbußen hinnehmen. In der für die Region wichtigen Chemieindustrie lag der Gesamtrückgang der Umsätze im Januar und Februar bei 9,7 Prozent.

Nur wenige Branchen konnten zum Jahresbeginn etwas bessere Umsatzzahlen vorlegen als in den gleichen Vorjahresmonaten. Die Produzenten von Gummi- und Kunststoffwaren konnten ein Plus von 4,1 Prozent erzielen. Auch die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten sowie von elektronischen und optischen Erzeugnissen hatten ein Umsatzplus von 6,4 Prozent. Die Produzenten von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel) konnten eine Steigerung von 2 Prozent verzeichnen.

Die Lage ist nach wie vor sehr angespannt. Dennoch hofft die IHK, dass sich die positiveren Erwartungen, die von den Betrieben in der vergangenen Konjunkturumfrage gemeldet wurden, sich zum Sommer hin auch in den Umsatzzahlen niederschlagen.

Krefeld

In Krefeld war der Rückgang der Gesamtumsätze 2020 mit 10,7 Prozent etwas stärker als insgesamt am Mittleren Niederrhein. Betroffen waren vor allem die Inlandsumsätze (-13 Prozent). Die Auslandsumsätze sind um 8,5 Prozent zurückgegangen.

Mönchengladbach

In Mönchengladbach war der Rückgang der Gesamtumsätze 2020 mit 8,3 Prozent etwas geringer als insgesamt am Mittleren Niederrhein. Betroffen waren vor allem die Auslandsumsätze (-14,6 Prozent). Die Inlandsumsätze sind um 2,1 Prozent zurückgegangen.

Rhein-Kreis Neuss

Im Rhein-Kreis Neuss war der Rückgang der Gesamtumsätze 2020 mit 10,6 Prozent etwas höher als insgesamt am Mittleren Niederrhein. Betroffen waren vor allem die Auslandsumsätze (-13,9 Prozent). Die Inlandsumsätze sind um 5,7 Prozent zurückgegangen.

Kreis Viersen

Im Kreis Viersen war der Rückgang der Gesamtumsätze 2020 mit 2,8 Prozent deutlich geringer als am restlichen Mittleren Niederrhein. Bei den Inlandsumsätzen lag der Rückgang bei 2,7 Prozent, bei den Auslandsumsätzen bei 2,8 Prozent.

 

(Stand: April 2021)