Ökodesign

Ökodesign
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Das Faktenblatt Ökodesign und Energielabel des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) bietet einen Überblick zu den Fragen:

  • Was ist Ökodesign?
  • Wer ist davon betroffen?
  • Wie muss ein Betroffener seine Verpflichtungen umsetzen?

Zusätzlich erklärt das Blatt das EU-Energielabel und damit die Energieverbrauchskennzeichung auf Produkten. In Bezug auf die Energielabelklassen ist das Faktenblatt aufgrund von Neuerungen in der Energieverbrauchskennzeichnung überholt. Bei der neuen Labelung gibt es keine Klassen von A+ bis A+++ mehr. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserer Seite im Bereich Energierecht.

Zum Abschluss gibt das Faktenblatt einen Ausblick, welche Entwicklungen beim Ökodesign und beim Energielabel noch anstehen.

Das Energieverbrauchsrelevante-Produkte-Gesetz (EVPG) setzt die europäische Ökodesign-Richtlinie in deutsches Recht um. Es definiert den Kreis der produktspezifischen europäischen Ökodesign-Durchführungsvorschriften, die unter dem EVPG anzuwenden sind.

Neue Verordnungen zum Ökodesign

Die EU-Kommission hat neue Verordnungen zum Ökodesign auf den Weg gebracht. Betroffen von den neuen Regelungen sind:

  • Kühlgeräte
  • Waschmaschinen
  • Geschirrspüler
  • elektronische Displays (einschließlich Fernsehgeräten)
  • Lichtquellen und separate Betriebsgeräte
  • Externe Netzteile
  • Elektromotoren
  • Leistungstransformatoren

Erstmals neu dabei:

  • Kühlgeräte mit Direktverkaufsfunktion (z. B. Kühlschränke in Supermärkten oder Verkaufsautomaten für Kaltgetränke)
  • Schweißgeräte

Ein zentraler Aspekt der neuen Regelungen ist die Reparierbarkeit der betroffenen Produkte. Hersteller haben demnach für die mehrjährige Verfügbarkeit von Ersatzteilen (je nach Produkt zwischen mindestens sieben und mindestens zehn Jahren nach dem Erwerb) und parallel deren schnelle Lieferbarkeit (15 Arbeitstage) Sorge zu tragen.  

Der Austausch von Teilen ohne dauerhafte Beschädigung des Geräts darf keine Spezialwerkzeuge voraussetzen. Dazu sollen Hersteller die nötigen Informationen für Fachpersonal bereitstellen.

Halogenlampenverbot

Seit September 2018 gilt das Produktions- und Importverbot für bestimmte Halogenlampen. Dies betrifft vor allem Lampen der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht.

Vom Verbot ausgenommen sind:

  • „gebündelte“ Halogenlampen (etwa Deckenstrahler oder Scheinwerfer),
  • bestimmte Halogenlampen, die z. B. meist in Schreibtischleuchten eingesetzt werden,
  • sowie Produkte in vorhandenen Lagerbeständen der Unternehmen.

Die EU-Kommission hat dazu ein FAQ auch in deutscher Sprache herausgegeben. Sie finden es auf den Seiten der EU.